Mit neuen Verwaltungsratsmitgliedern und Strom in die Zukunft

Wahljahr auch bei der Raststätte Glarnerland AG. Auf die Versammlung von letztem Dienstag gaben drei Verwaltungsräte altershalber ihren Rücktritt. Zudem sind Ladestationen auf beiden Autobahnseiten geplant.




2018 ist weitherum im Glarnerland ein Wahljahr, da schloss sich die Raststätte Glarnerland AG an der Generalversammlung von letztem Dienstag auch gleich an. Der Verwaltungsrat wird dabei für jeweils drei Jahre gewählt, wie Präsident Hans Umberg erklärte. Dabei gaben Jean-Pierre Gigaud und Urs Ruggli wegen Frühpensionierung ihren Rücktritt bekannt. Gigaud hatte für Marché Einsitz im Gremium, Ruggli für BP. Ihre Nachfolger im jeweiligen Unternehmen stellten sich nun auch für dieses Amt zur Wahl und so wurden Frank Eberli und Walter Loa einstimmig gewählt. Ebenfalls seinen Abschied gab der scheidende Gemeindepräsident von Glarus Nord Martin Laupper. «Wir wollen an der Tradition festhalten, dass die Standortgemeinde einen Sitz im Verwaltungsrat hat.» Mit der Verzögerung durch den zweiten Wahlgang, konnte hier bis zum Versand der Einladung zur Versammlung noch kein verbindliches Gespräch geführt werden. So soll der Sitz bis zur nächsten Versammlung vakant bleiben und erst 2019 mit einem Mitglied des Gemeinderats Glarus Nord besetzt werden. Umberg verdankte den Abtretenden ihr grosses Engagement im Dienst der Raststätte Glarnerland AG und hiess ihre Nachfolger herzlich willkommen. Mit einem kleinen Blick in die Politik startete der Präsident in die gewohnt speditiv geführte Versammlung. Er begrüsste die am Sonntag gefällten Entscheide an der Landsgemeinde. «Die Tourismusgebiete in Glarus Süd, aber auch die lintharena sind auch für uns wichtige Faktoren und generieren Frequenz.» Ebenfalls einen Einfluss dürfte in Zukunft die Aufhebung des Verbots zum Verkauf von Alkohol auf Autobahnraststätten haben. Diese Änderung wird mit einigen anderen Anpassungen wohl im Verlauf des kommenden Jahres vorgenommen. Des Weiteren plant das Unternehmen auf beiden Seiten der Autobahn jeweils zwei Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge zu installieren. «Wir möchten die Elektromobilität fördern und sind hier mit einem professionellen Anbieter in konkreten Gesprächen.» Eine Punktlandung konnte Umberg sowohl bei den anwesenden Aktionären als auch beim Jahresgewinn verbuchen. Mit 165 Aktionären sind genauso viele wie im letzten Jahr anwesend, und die Rechnung weicht nur leicht mit 90 Franken mehr ab. Von den 193 836.55 Franken werden 180 000 Franken als Dividende ausgeschüttet und 12 700 Franken der Gesetzlichen Gewinnreserve zugewiesen. Hier bedankte sich der Präsident bei den langjährigen Partnern für ihr Wirken und den Einsatz für die Raststätte Glarnerland, «dem Tor zum Kanton Glarus». Den traditionellen Abschluss der Versammlung bildeten der Apéro und das reichhaltige Abendessen im Marché.