Mit Schwung ins neue Kirchenjahr

Es ist 1. Advent und das ist der Tag der Kirchgemeindeversammlung in Ennenda. Nach einem festlichen Gottesdient mit Chorgesang, Orgelspiel – die Organistin Ruth Illi feierte ihre 50 Jahre Orgelspiel im Kanton – und einer Predigt von Iris Lustenberger begab man sich in den Glärnischbligg zur Versammlung.




Die Präsidentin Cornelia Deuber konnte mit einigen erfreulichen Neuerungen aufwarten. So schlug sie der Gemeinde Carole Alberti zur Wahl in den Kirchenrat vor – eine in Finanzen kompetente und beruflich tätige Frau, die seit 2015 mit ihrer Familie in Ennenda heimisch ist. Sie wurde später einstimmig gewählt und konnte, da sie schon in einem Mandatsvertrag stand, ihr Amt gleich antreten. Als «Teil des Kuchens» wurde sie mit einem stofflichen Tortenstück beschenkt und sprach sich sehr berührt über den herzlichen Empfang im Kirchenrat aus.

Neuen Schwung ins Gemeindeleben bringen zwei Angebote im Kirchenjahr ab Januar 2020. So wird die Pfarrerin Iris Lustenberger zum Thema «Lebendige Bibel heute» und «Zeit der Stille» einladen. Es wird Gelegenheit geben, sich über Bibeltexte auszutauschen, den eigenen Glauben und das Bibeltextverständnis zu schärfen und in Sprache zu bringen. Nach einem Gebet kann man dann in der Stille erspüren, was geschieht, wenn man in Gemeinschaft miteinander schweigt – einige Kirchenrätinnen machten positive Erfahrungen. Beide Angebote machen deutlich, dass Gottesdienst nicht nur am Sonntagmorgen stattfinden muss.

In einer Rückschau berichtete Cornelia Deuber von der Arbeit der OeME-Gruppe an der Chilbi im Kirchenzelt. Das Thema «Traum» wurde vielfältig behandelt und gestaltet – die vielen Besucher machen immer wieder die Bedeutung der Kirche klar, auch an einer so scheinbar weltlichen Veranstaltung.

Schwungvoll geht die Kirchgemeinde in Sachen Kommunikation ins beginnende Jahr. Die Homepage kommt ab 01.01.2020 in einem neuen Gesicht einher – der Internetauftritt ist in der heutigen Zeit wichtig und wird ständig aktualisiert und erweitert. Die Zusammenarbeit mit dem kantonalen Kirchenweb ermöglicht auch dorthin einen unkomplizierten Kommunikationsfluss. Cornelia Deuber lud herzlich zu einem virtuellen Besuch in der Kirche ein.

Schwung kam schliesslich auch in die Verhandlungen mit der Gemeinde in Sachen Glärnischbligg: Das Nutzniessungsrecht zugunsten der Kirchgemeinde wurde ins Grundbuch eingetragen und beim Grundbuchamt hinterlegt. So bleibt die Nutzung der Räume auch im Fall des Verkaufs der Liegenschaft GH gesichert.

Aus der am 14. November 2019 stattgefundenen Herbstsynode gab es Folgendes zu berichten: auch dort wurde gewählt, und zwar Irene Spälti aus Mollis, eine Fachfrau auf dem Gebiet Kommunikation, die das neu geschaffene Ressort gleichen Namens leiten wird.

Der für 11. bis 13. Juni 2021 geplante ökumenische Kirchentag kann nun stattfinden: sowohl die katholische als auch die reformierte Kirchgemeinde stimmten dem Antrag zu, jeweils 75 000 Franken zu sprechen. Cornelia Deuber ist Mitglied des Kirchentag-OK und für das Programm verantwortlich. Das ist mannigfaltig und alle Beteiligten gehen nun freudig an die umfangreiche Arbeit.

Manche Wege kommen an einen Punkt, an dem eine neue Richtung eingeschlagen werden muss – so geschehen mit dem Projekt «Generationenkirche» – es wurde nach jahrelanger erfolgreicher Arbeit zu Ende gebracht und eine landeskirchliche Kommission für Kirchenentwicklung wird sich mit neuen Themen beschäftigen, Fragen aufnehmen, mit den Kirchgemeinden zusammenarbeiten und regelmässig kommunizieren.

Das Legislaturziel des Kantonalen Kirchenrates: «Unsere Kirche ist bekannt als zeitgemässe und glaubwürdige Verkünderin des Evangeliums in Wort und Tat» ist ambitioniert, macht aber Lust auf den Umgang mit gesellschaftlichen Fragen und die daraus entstehenden Antworten.

Im weiteren Verlauf der Kirchgemeindeversammlung wurden sowohl dem Budget als auch dem Steuerfuss zugestimmt und viele Dankesworte gesprochen.

Barbara Fierz, Kirchenrätin, hielt eine Laudatio auf Ruth Illi. Sie ging auf ihren 50-jährigen «Orgel-Lebensweg» im Kanton Glarus ein, bedankte sich aber besonders für die insgesamt 39 Jahre Orgelspiel in Ennenda und wünschte Ruth weiterhin die Kraft, uns mit ihrem Spiel zu beschenken. Iris Lustenberger, Pfarrerin, und Barbara Hefti, Kantonale Kirchenrätin, schlossen sich dem Dank an: es gab Blumen und Geschenke für Ruth. Die Arbeit der Magdalena Mattenberger und des Kirchenchores hatte Iris Lustenberger schon am Ende des Gottesdienstes verdankt und sich freudig über den Gesang geäussert.

Cornelia Deuber lud zu Schluss zu einem Apéro und geselligem Austausch, zum Kennenlernen der neuen Kirchenrätin ein und wies auf die erneute Möglichkeit hin, auf dem Bazar wunderschöne selbstgemachte Geschenke zu erstehen. Sie bedankte sich ausdrücklich für die Arbeit der Frauen des Kirchlichen Arbeitskreises, in vielen Stunden das grosse Angebot herzustellen und die Gemeinde damit zu erfreuen. Stellvertretend für alle nahm Trix Tschudi einen Blumenstrauss entgegen. Nachdem Gret Egli für die Bereitstellung des Apéros verdankt wurde, genoss die Gemeinde diesen und so endete der 1. Advent der Kirchgemeinde Ennenda.