Mitgliederversammlung der CVP des Kantons Glarus – 1 x NEIN, 3 x Ja, alles ganz klar!

Die CVP des Kantons Glarus hatte zur kantonalen Mitgliederversammlung nach Glarus geladen, in welcher über die fünf eidgenössischen Vorlagen diskutiert wurden, die am 27. September zur Abstimmung kommen. Einige dieser Geschäfte haben gewichtige Folgen bei einer Ablehnung, wie auch bei einer Annahme.



Zu nennen wäre da die Begrenzungsinitiative, bei der es um eine massvolle Zuwanderung geht. Obwohl wohl keiner der Anwesenden eine völlig zubetonierte und übervölkerte Schweiz wünscht, so sind die Beziehungen zur EU zu wichtig, um sie aufs Spiel zu setzen und deshalb wird klar empfohlen, diese Vorlage abzulehnen.

Für das revidierte Jagdgesetz wird nach kurzer Diskussion die Ja-Parole ausgegeben.

Bei der steuerlichen Berücksichtigung der Kinderbetreuungs-Kosten wird ebenfalls ein Ja empfohlen.

Für einen Vaterschaftsurlaub wird nach einer angeregten Diskussion die Annahme empfohlen, da damit die Vereinbarung von Familie und Beruf verbessert wird und die Kosten dafür tragbar sind.

Das Hauptaugenmerk dieses Abends war natürlich das Streitgespräch über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge zwischen Hans Jörg Riem, Präsident der Offiziersgesellschaft, und Adi Feller von der GSOA. Angesicht der herrschenden Pandemie wird der milliardenschwere Kauf solcher Flugzeuge als nicht sinnvoll betrachtet und die finanziellen Mittel besser anderweitig eingesetzt, so der Vertreter der GSOA. Dagegen wird gesetzt, dass angesichts der weltpolitischen Lage nicht vorauszusehen ist, wie sich die weltpolitische Lage in den nächsten Jahrzehnten entwickeln wird. Für die Schweiz gilt es, auf alle Eventualitäten so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Darüber hinaus ist es nicht sehr hilfreich, weder für unser Land noch unsere benachbarten Staaten, wenn über uns kein schützendes mehr Dach ist. Die CVP empfiehlt für diese Vorlage die Ja-Parole.