Mitgliederversammlung der Kulturgesellschaft Glarus

Im Rittersaal des Freulerpalasts in Näfels wurden die traktandierten Geschäfte der Kulturgesellschaft beraten – rassig, kritiklos, mit spürbarer Anteilnahme. Martin Zimmermann ist seit Jahren Vizepräsident. Er darf sich auf Vorstandsmitglieder verlassen, die riesig engagiert, kreativ und kenntnisreich tätig sind. Er weiss, wie zuverlässig und speditiv in der Geschäftsstelle gearbeitet und wie wertvoll Grafisches stets erledigt wird. Im Vorstand gab es zwei Demissionen und eine Neuwahl. Die Jahresrechnung wurde ohne Diskussion gutgeheissen. Mit Spannung nahmen alle vom neuen Programm für die Saison 2026 / 2027 Kenntnis.



Nach dreizehn Vorstandsjahren demissionierten Caroline Trümpi – Althaus und Severin Fischli (Bilder: peter meier)
Nach dreizehn Vorstandsjahren demissionierten Caroline Trümpi – Althaus und Severin Fischli (Bilder: peter meier)

Martin Zimmermann durfte viele Mitglieder willkommen heissen. Dem Vorstand gehören Swantje Kammerecker, Ressort Konzerte und Medienverantwortliche; Lara Schaffner, Konzerte; Caroline Trümpi-Althaus, Vorsitzende Theater & Kinderprogramm und GLKB Sternstunde; Severin Fischli, Simon Gisler und Markus Stadelmann, alle Ressort Theater; Claudia Eberle, Vorsitzende «Ds dritt Programm»; Corinna Reusser und Susanne Schwegler, beide «Ds dritt Programm»; und Walter Hauser, Quästor, an. Rechnungsrevisoren sind Fritz Jakober und Irène Reichenbach. Geschäftsführerin ist Silvia Grossmann. Für den Bereich «Grafik» ist Nadja Slongo, Art & Weise, zuständig. Allen dankte Martin Zimmermann gleichermassen herzlich anerkennend und wertschätzend für die immense Arbeit, die stets kenntnisreich und engagiert erledigt wird. Eingeschlossen ist auch er selber, er wird weiterhin als Vizepräsident amten – mit hohem Engagement und Einfühlungsvermögen. Der Vorstand, so war zu erfahren, habe sich zur Erledigung der vielen Geschäft dreimal an Sitzungen getroffen.

Martin Zimmermann blickte auf die vierzehn, oft riesig gut besuchten Veranstaltungen zurück. Beim Planen aller Anlässe wisse man nie, wie das ankomme, das gelte für die Vorstandsmitgliederwie für jene, die mit der jeweiligen Mitgliederversammlungen oder aus Vorschauen erfahren, was auf sie zukomme.

Er hätte – mit ihm die jeweils verantwortlichen Vorstandsmitglieder – so viel schildern können. Er tat das selber in aller Kürze. Alles begann mit einem Klaviertrioabend, führte dann zum alle zwei Jahre stattfindenden Regierungskonzert, und später zu einem enorm gut besuchten Abend in der Kirche Ennenda. In einem anderen Ressort schlossen Dominik Muheim und Dominik Deville, später Helenka und die Comedia Zap an. Stark besucht war die Aufführung der Physiker in der Aula unserer Kantonsschule, das Kindertheater mit Pippi Langstrumpf, ebenso «Der kleine Prinz» mit der Vernissage eines neuen Kinderbuchs.

Ein riesiger Dank ging an alle fürs erfüllende, zuverlässige Mittun und an jene, die finanziell in willkommener Weise so mittragen, dass Geplantes auch angeboten werden kann. Dazu gehören der Kanton mit der Defizitgarantie, die glarnerSach und die Glarner Kantonalbank. Es unterstützen zudem die F. Jakober, Vermögensverwaltung AG und die Gemeinde Glarus.

Das Finanzielle erläuterte Walter Hauser. Es resultierte ein leichter Verlust. Das Vermögen macht knapp Fr. 55 000 aus. Damit wurde auch Rechenschaft über den Aufwand für Veranstaltungen und deren Ertrag, den übrigen Aufwand samt Generalprogramm, der Zusammenstellung des «demnächst», Legate und Fonds und anderes abgelegt. Alles wurde diskussionslos und ohne Fragen genehmigt. Die Mitgliederbeiträge blieben mit Fr. 50.– für Einzel- und Fr. 80.– für Paarmitglieder unverändert.

Es ergaben sich Mutationen. Der Kulturgesellschaft gehören aktuell knapp 540 Personen an, davon 182 Einzel- und 350 Paarmitglieder sowie sechs Ehrenmitglieder. Ehrend erwähnt wurde Jakob Strebi, er verstarb und war langjähriges Vorstandsmitglied.

Nach dreizehn Vorstandsjahren demissionierten Caroline Trümpi-Althaus und Severin Fischli. Die riesige Arbeit wurde in sehr bewegender, ehrlicher und anerkennender Weise gewürdigt. Beide erledigten vieles zu zweit im Ressort «Theater». Wehmut, Freude über erfolgreich Geleistetes und verdiente Anerkennung samt Präsent waren enorm verdient.

Mit Daniel Schärer, Kantilehrer, konnte einer der beiden vakanten Sitze wiederbelegt werden.

Mit Spannung warteten alle auf die Präsentation des neuen Saisonprogramms. Die Ressortverantwortlichen erläuterten Inhalte in willkommener Kürze. Urs Wehrli eröffnet mit «Heute habe ich beinahe was erlebt» am 1.Oktober im Kunsthauskeller. Es schliessen «Schellen-Ursli», «Extrawurst – eine schlagkräftige Komödie» Tina Teubner und Ben Süverkrüp mit «Protokolle der Sehnsucht», das Kindertheater «Fata Morgana» für den Rest dieses Jahres an.

Es folgen ein Klavierabend mit Nelson Goerner, Stefan Heuss mit «Heuss Innovation Center», Lessings «Nathan der Weise», eine Aufführung mit dem Signum Saxophone Quartett, in Zusammenarbeit mit dem Kommithée füehr Müsick, Markus Schönholzer mit «Die Schönholzers» - ein Songtagebuch mit Rückblick auf den Familienalltag, das Märchen «Schneewittchen» und die «Goldberg-Variationen» in der reformierten Kirche Ennenda – alles im kommenden Jahr.

Nach dem reichhaltigen Apéro samt anregenden Gesprächen kam es zum Auftritt von Ferruccio Cainero mit «Zwischen den Regentropfen». Darüber wird separat berichtet.