Besonders deutlich fällt die Haltung zur Bargeld-Initiative aus. Während die Initiative abgelehnt wird, unterstützt Die Mitte Glarnerland den direkten Gegenentwurf. Dieser schafft Rechtssicherheit, ohne unnötig in bestehende Systeme einzugreifen. «Es braucht Klarheit, aber keine Überregulierung», war sinngemäss aus der Diskussion zu hören.
Keine Chance hat aus Sicht der Partei die sogenannte SRG-Initiative («200 Franken sind genug!»). Mit einem klaren Nein bekennt sich Die Mitte Glarnerland zu einem starken Service public. Die SRG gewährleistet eine ausgewogene Berichterstattung, fördert den nationalen Zusammenhalt und stellt insbesondere in Randregionen eine verlässliche Grundversorgung sicher. Eine massive Kürzung der Mittel würde dieses Gleichgewicht gefährden und die Medienvielfalt nachhaltig schwächen.
Ebenfalls deutlich fällt das Verdikt zur Klimafonds-Initiative aus. Sie wird einstimmig abgelehnt. Die Vorlage greift zu stark in bestehende Strukturen ein und belastet Wirtschaft und Bevölkerung, ohne ausreichend gezielte und effiziente Massnahmen sicherzustellen.
Intensiv diskutiert wurde das Bundesgesetz über die Individualbesteuerung. Die Mitte Glarnerland anerkennt zwar das Anliegen, Fehlanreize im heutigen Steuersystem zu korrigieren und die Erwerbstätigkeit zu fördern. Die vorliegende Lösung überzeugt jedoch nicht. Sie führt zu erheblichem administrativem Mehraufwand, schafft neue Ungleichheiten und hat potenziell negative Auswirkungen auf die Kantone. Zudem bleibt unklar, ob die angestrebten wirtschaftlichen Effekte tatsächlich eintreten. Aus diesen Gründen lehnt die Partei die Vorlage ab.
Die Mitte Glarnerland setzt damit ein klares Zeichen gegen extreme Forderungen und für pragmatische, tragfähige Lösungen.




