Mollis möchte ein Begegnungszentrum

In Mollis ist mit einer Machbarkeitsstudie ein Projektvorschlag entwickelt worden, wie an der Bahnhofstrasse ein neues Begegnungszentrum entstehen könnte.

 



Die reformierte Kirche Mollis als auch der Familienverein benötigen mehr Raum, um ihre Aufgaben längerfristig erfüllen zu können. Dabei ist die Idee entstanden, zusammen ein Projekt für eine Begegnungszentrum zu entwickeln und eine Machbarkeitsstudie zu realisieren. So hat das Architekturbüro Riedl aus Mollis einen Projektvorschlag entwickelt, der am vergangenen Dienstagabend an einem Infoabend vorgestellt worden ist.

Zweigeschossiger Neubau

Schwerpunkt bildet ein zweigeschossiger Neubau in einem Holzkleid, der sich an das bestehende Kirchgemeindehaus angliedern wird. Der Bau soll einen grossen Saal für rund 120 Personen enthalten, der aber auch vielfältig unterteilbar ist. Dazu kommen verschiedene Infrastrukturräume wie Küche, Lagerraum, Foyer oder Toiletten. Der von der Bahnhofstrasse etwas zurückversetzte Neubau hätte ein unterschiedliches Niveau. Auf dem um ein Geschoss tiefer liegenden Gartenniveau ist ein Café mit Aussenbereich geplant. Im Untergeschoss sollen zudem öffentlich genutzte Räume für einen Jugendraum zur Verfügung stehen.

Der Neubau soll mit dem bestehenden Kirchgemeindehaus verbunden bleiben. Zwei öffentliche Plätze mit Sitzgelegenheiten und Baumpflanzungen, die in einem weiterführenden Wegnetz durch das Grundstück eingebunden sind, laden zum Verweilen und Begegnen ein.

Wie Architekt Jürg-Andreas Riedl am Infoabend erklärte, entstünden damit gut zugängliche und im Dorfkern von Mollis zentral gelegene Begegnungsräume von hoher Aufenthaltsqualität.

Kosten von drei Millionen

Wie Kirchenrat Toni Keller am Infoabend ausführte, hat der Kirchenrat für die Machbarkeitsstudie 22 500 Franken gesprochen. Der Kredit ist nun aufgebraucht worden. Man rechnet für einen Neubau Begegnungszentrum mit Kosten von rund drei Millionen Franken. Wie man diese Summe finanzieren will, schilderte Markus Meili vom Familienverein. Nach Bezug und Betrieb des Neubaus rechnet man inklusive Amortisation mit jährlichen Kosten von rund 230 000 Franken. Auch hier lieferte Meili Ideen wie diese Summe finanziert werden könnte.