An diesem Sonntag war die Stadtkirche bis auf den letzten Platz besetzt, wurde doch an diesem Morgen ein ganz spezieller, ökumenischer Gottesdienst durchgeführt. Auch Pfarrer Sebastian Doll und Diakon Markus Niggli war die Spannung anzusehen. Eine Trachtenweihe, umrahmt mit verschiedenen gesanglichen und musikalischen Darbietungen gehört sicher nicht zum Alltäglichen respektive Sonntäglichen in einer Kirche. «Es steht in keiner Bibel geschrieben, dass man in der Kirche nach einer gelungenen Darbietung nicht klatschen darf.» Mit diesen Worten nahm Pfarrer Doll die noch herrschende Unsicherheit unter den vielen Besuchern und es wurde – auch nach seiner Predigt – laut und von Herzen «geklatscht».
Dank an den Jodelclub Glärnisch
«Musik und Gesang berühren uns oftmals viel tiefer als Worte. Musik macht lustig, Musik spendet auch Trost und mit Musik fällt es uns oftmals auch viel leichter, unsere Gefühle zum Ausdruck zu bringen.» Dies speziell beim Jodel, denn kein Text vermag das so ergreifend auszudrücken wie es ein Naturjodel in der Lage ist. Pfarrer Sebastian Doll, der mit diesen Worten den Gottesdienst begann betonte, dass ein Jubiläum wie es der Jodelclub Glärnisch dieses Wochenende feiern konnte, auch immer ein Moment ist, um zurückzublicken und daraus Kraft zu schöpfen. In den vergangenen 60 Jahren mussten Höhen und Tiefen überwunden werden, Lücken taten sich auf, Lücken konnten geschlossen werden. Nach diesen eindrücklichen Worten war wieder Gesang durch den Männerchor Peiting (Oberbayern) und Musik durch die Stubenmusik Peiting an der Reihe. Mit dem Lied «Bärgmorge» leitete der Jodelchor über zur eigentlichen Predigt.
Feierliche Trachtenweihe
Nach der kurzen Predigt von Pfarrer Doll, die sich inhaltlich weitgehend auf Musik bezog, sang der Jodelclub Glärnisch das Titellied aus der neuen CD «Ä liäbä Mänsch». Und dann schritt Diakon Markus Niggli zum eigentliche Festakt, der Trachtenweihe. Mit berechtigtem Stolz präsentierten sich die Sänger in ihrer neuen Tracht, die sie sicher die nächsten Jahre auf ihren kommenden Darbietungen begleiten wird. Die Augen glänzten, ab und zu musste eine kleine Träne, leicht im Verborgenen, abgewischt werden. Verständlich, denn es ist nicht alltäglich, dass in einem so speziellen Rahmen eine neue Tracht geweiht wird.
Ergreifend am Ende des Gottesdienstes das Lied «Lob und Dank», gesungen vom Jodelclub Glärnisch und begleitet von Organist Emanuele Jannibelli. Dieses Lied ist auch auf der neuen CD zu hören. Damit endete ein ganz besonderer und wie man heute so schön sagt, nachhaltiger Gottesdienst.
Saisonauftakt des Glarner Eislaufclubs mit gelungenem Testskate












