Dieser Augenblick machte deutlich, dass sich die intensive Probenarbeit der vergangenen Monate gelohnt hat. Unter der Leitung von Daniel Thoma präsentierten die Musikantinnen und Musikanten ein Programm, das nicht nur anspruchsvoll, sondern auch thematisch aussergewöhnlich ist. Kultig, mystisch, legendär, das waren die Auswahlkriterien für die Musikstücke am diesjährigen Unterhaltungsabend.
Gleich nach dem Anfangsstück «Call of Heroes» entführte Stefan Cheridito das Publikum mit seinem fein gespielten Solo in «The Last Unicorn» in eine zarte, beinahe schwebende Klangwelt und nahm die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine mystische Reise durchs Land der Einhörner.
Mit «Cleopatra the last Queen of Egypt» folgte das musikalische Porträt einer der legendärsten Frauen der Antike. Das grossartige Werk von Thierry Deleruyelle, vereint in drei Abschnitten Liebe, Macht und Tragik. Eine strahlende Einleitung stellt Marcus Antonius dar, darauf folgt ein warmer, melodischer Teil über die Liebe der beiden. Der letzte Abschnitt beginnt entschlossen und kriegerisch und schildert ihr tragisches Ende. Musikalische Akzente setzte in diesem Stück Carla Thoma auf dem Cello.
Solistische Glanzpunkte und grosse Gefühle
Romantisch, mit viel Gefühl und dem vollen, weichen Klang des Waldhorns spielte sich Solist Matthias Neeracher in die Herzen der Anwesenden. In «Romantic Mood» von Michael Geisler führte er das Publikum in die Welt der Gefühle, der (unerfüllten)Träume und mystischen Begegnungen.
Mitreissend und voller Farbe präsentierte sich das Arrangement von «The Greatest Showman». In diesem lebhaften Stück überzeugten gleich mehrere Solistinnen und Solisten. Livia Heer (Querflöte), Hubert Stucki (Euphonium), Stefan Cheridito (Saxofon) und Ludi Weber (Cornet) setzten starke musikalische Akzente und sorgten für besondere Momente.
«She’s Madonna», «Captain Future» aber auch die Melodie zum Italowestern «My Name is Nobody» von Ennio Morricone erzählten von Legenden aus der Film- und Musikbranche und von unvergesslichen Erinnerungen aus der Vergangenheit, die bereits Kultstatus erlangt haben.
Auftakt, Ausklang und Dank
Ein liebevoll-nostalgischer Abschluss gelang mit der Zugabe aus Michael Endes Jim Knopf. Gemeinsam mit Lokomotive Emma, Lokführer Lukas und Jim Knopf ging es für das Publikum auf die Reise nach Lummerland.
Bereits vor dem Hauptprogramm sorgte die regionale Jungmusik Young Winds unter der Leitung von Hans-Ueli Landolt für einen gelungenen Einstieg.
Durch den Abend führte Carla Heer, die mit Charme, Sachkenntnis und angenehmer Bühnenpräsenz überzeugte.
Präsident Daniel I. Jenny dankte dem Publikum sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern und würdigte Dirigent Daniel Thoma, der das Ensemble mit Leidenschaft, sicherer Führung und klarer musikalischer Handschrift durch das Programm leitete.








