Die Strecke im Randengebiet ist eingebetet in schönster Landschaft, ist sehr coupiert, ohne sehr lange Aufstiege und dadurch sehr schnell und mit vielen Singletrails durchsetzt. Mit über 1200 Biker und Bikerinnen verzeichnete die Veranstalter einen neuen Teilnehmerrekord.
Eine Hunderstel Sekunde pro Kilometer verloren
Vier Stunden, siebzehn Minuten und 41 Sekunden benötigte der Niederurner Fridli Glarner vom RBT Glarnerland Oel-Hauser für die 90 Kilometer lange und 2500 Höhenmeter überwindende Strecke. Glarner setzte nicht vom Start weg alles auf eine Karte und ging das Rennen eher vorsichtig an. Je länger aber das Rennen dauerte, desto besser kam Glarner in Fahrt. Er überholte Fahrer um Fahrer. Nach über 60 Rennkilometer dann eine Schrecksekunde: Glarner konnte in einer Abfahrt einem Stein nicht mehr ausweichen und erlitt an der vorderen Felge einen empfindlichen Höhenschlag. In der Folge wollte er in den Abfahrten nicht mehr alles riskieren. Nur konnte er nicht wissen, dass er – inmitten anderer Fahrer auf der langen Strecke – in seiner Kategorie um den dritten Rang kämpfte. Am Ziel war das Glück gegen ihn – genau um eine Sekunde verpasste er den dritten Podestrang! Dies entspricht einem Zeitverlust von ca. elf Hunderstel Sekunden auf 10 Kilometer oder eben eine Hunderstel auf einen Kilometer, sofern solche Zahlenspiele ernst zu nehmen sind! Eine Entscheidung wie bei Skirennen, nach weit über vier Stunden Fahrzeit!
Uebersicht verloren
Besser erging es Daniel Zopfi aus Schwanden und ebenfalls für das RBT Glarnerland Oel-Hauser startend. Obwohl er beim ultraschnellen Start nicht ganz zuvorderst mithalten konnte, etablierte er sich schon bald an ca. zehnter Stelle. Da er im dritten Startblock startete und schon bald die vor ihm gestarteten Fahrer ein- und überholte, verlor er nach und nach die Uebersicht über den Rennstand. Zudem fand er keine Gruppe, welche sein Tempo mithalten konnte. Alleine kämpfte er sich über die 90 Kilometer und 2500 Höhenmeter. Sein Vorteil war, dass er so seinen ihm liegenden Rhythmus fahren konnte und auch kaum in Positionskämpfe verwickelt wurde. Ohne Sturz und Defekt erzielte Daniel Zopfi den hervorragenden zweiten Rang in seiner Kategorie.
Schürfungen und Defekt
Weitaus weniger Rennglück hatte der in der Juniorenkategorie startende RBT Oel-Hauser Fahrer Ueli Steinmann, Niederurnen. Er hatte sich einiges erhofft und sogar ein Platz auf dem Podest schien nicht unmöglich. Aber bereits nach 10 von insgesamt 60 Kilometern wurde Steinmann durch einen Sturz aus der grösseren Spitzengruppe eliminiert. Die zugezogenen Schürfungen verursachten zwar Schmerzen, viel mehr aber ins Gewicht fiel der Komplettausfall der Vorderbremse. Somit konnte der Junior vor allem in den Abfahrten sein Bike nicht mehr richtig anbremsen und aussteuern. Da nützen die besten Beine nichts mehr. Steinmann wurde aber doch noch zehnter. Nur zwei Positionen und zweieinhalb Minuten hinter Steinmann klassierte sich mit dem Ennendaer Patrick Leuzinger vom Ciclosport Team Mollis ein weiterer Glarner Junior im ersten Dutzend.
Vorwärts statt Vergangenheitsbewältigung



