Nachfrage nach Bio-Produkten im Kanton ist gross!

Die Glarner Bio-Bauern trafen sich im Restaurant Höhe in Glarus zu ihrer 23. Hauptversammlung. Im Zentrum der Versammlung standen nebst der Behandlung der statutarisch festgelegten Traktandenliste interessante Informationen von Claudio Gregori, Vorstandsmitglied von BIO SUISSE.



Zur 23. Hauptversammlung von BIO GLARUS konnte Präsident Jakob Zentner Bio-Bauern aus allen drei Gemeinden begrüssen. Einen speziellen Gruss entbot er den anwesenden Gästen, unter ihnen Rös Becker von den Glarner Landfrauen, Claudio Gregori, Vorstandsmitglied BIO SUISSE, Simon Raguth, Regionalleiter Graubünden/Tessin sowie Fritz Waldvogel vom Glarner Bauernverband. Speditiv und in gewohnt souveräner Manier führte der Vereinsvorsitzende durch die elf Punkte umfassenden Traktandenliste. Protokoll und Jahresrechnung fanden die uneingeschränkte Zustimmung aller Anwesenden. In seinem Jahresbericht 2014 liess Präsident Zentner das vergangene Jahr nochmals Revue passieren. Die Wetterkapriolen hatten die Glarner Bio-Bauern im Jahr 2014 stark gefordert. Landesweite Probleme bei der Raufutterernte sowie Schäden bei Obst- und Ackerkulturen waren die Folge.

Grosse Nachfrage für Bio-Produkte


Die Nachfrage für Bio-Produkte bei den Schweizer Konsumenten war auch im vergangenen Jahr gross. Grossverteiler Coop konnte trotz grossem Konkurrenzdruck gerade dank der Bio-Linie den Umsatz erneut steigern. Sorge machte den Bio-Bauern im vergangenen Jahr der Milchpreis. Grund war, dass die Bio-Milch, welche vom Biomilch-Pool nicht im Bio-Kanal verkauft werden konnte, von den konventionellen Verarbeitern zwar übernommen wurde, aber nur als C-Milch zum Weltmarktpreis von 36 Rappen pro Kilogramm gehandelt wurde. Der Preis für Knospe Industriemilch wurde vom Pool zwischen 68 und 73 Rappen festgesetzt.

Jakob Zentner in seinem letzten Amtsjahr


BIO GLARUS-Präsident Zentner wird ziemlich genau in einem Jahr sein Amt als Präsident zur Verfügung stellen. Er hatte seine Demission schon frühzeitig bekannt gegeben. Zeit genug für die Verantwortlichen, einen würdigen Nachfolger oder Nachfolgerin zu finden! Die Anwesenden sprachen ihrem Präsidenten mit Akklamation für sein letztes Amtsjahr das Vertrauen aus. Ehrenvoll in den BIO GLARUS-Vorstand wählte die Versammlung den Molliser Richi Bamert. Im Jahresprogramm 2014 stehen traditionell die Bio-Gastrotage, weiter ein Beitrag zum UNO-Jahr des Bodens in Zusammenarbeit mit Naturzentrum Glarnerland sowie weitere Projekte, die durchwegs der Öffentlichkeitsarbeit dienen sollen. Im Juli ist ein Grillabend für Mitglieder vorgesehen, und die Zusammenarbeit mit dem Naturzentrum Glarnerland soll weiterhin gut gepflegt werden. Im Anschluss an die Diskussion erfuhren die Versammlungsteilnehmer interessante Informationen und Erläuterungen aus berufenem Munde vom Bündner BIO SUISSE-Vorstandsmitglied Claudio Gregori.

BIO GLARUS weiterhin auf Erfolgskurs


Wie bereits im letzten Jahr, soll an dieser Stelle der Verein BIO GLARUS nochmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. BIO GLARUS ist eine Produzenten-Konsumenten-Organisation und ist Mitglied beim Dachverband BIO SUISSE. Im Moment haben wir im Kanton Glarus 80 Bio-Betriebe, die sich streng an die anspruchsvollen Richtlinien der BIO-Knospe hält und darum oder gerade deswegen qualitativ hervorragende Produkte auf den Markt bringen. Hinzu kommen 20 Bio-Betriebe auf St. Galler-Boden, die dem Verein BIO GLARUS angeschlossen sind und rund 30 Konsumenten-Mitglieder. Der Verein bezweckt die Förderung des biologischen Landbaus im Kanton Glarus und der angrenzenden Gebiete. Er fördert den Zusammenhalt, den Austausch und die Vernetzung der Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern und die Identität der biologischen Landwirtschaft. Zudem fördert er möglichst regionale und direkte Vermarktung von Bio-Produkten und produziert nach den Richtlinien von BIO SUISSE. Die Interessen von Bio-Bäuerinnen und -Bauern, die Verarbeitung und der Handel von Bio-Produkten sowie die Produktion für interessierte Konsumentinnen und Konsumenten stehen im Vordergrund und last but not least soll die Produktionsvielfalt erweitert werden.