Näfelser Bürger wanderten aus in alle Herren Länder

Die Netstaler Historikerin Susanne Peter-Kubli präsentierte im Rittersaal des Freulerpalastes ihr neuestes Buch mit dem Titel «In alle Herren Länder». Es ist ein literarisch hochinteressantes Werk voller Überraschungen und Emotionen. Sechzig auserwählte Porträts von Bürgerinnen und Bürgern aus Näfels sorgen von der ersten bis zur letzten Seite für Spannung und Unterhaltung. Sie ermöglichen gleichzeitig einen vertieften Einblick in das Denken und Handeln der Auswanderer von 1800 bis 2000.




Es hätte wohl kaum einen geeigneteren Ort für die Präsentation des neuen Buches «In alle Herren Länder» geben können als der altehrwürdige Rittersaal des Freulerpalastes. Die Autorin und in Netstal aufgewachsene, heute in Wädenswil wohnende Historikerin Susanne Peter-Kubli hat im Auftrag des Vereins «Freunde der Geschichte von Näfels» ein einmaliges historisches Werk mit biografischem und geschichtlichem Background realisiert, spannend, aufklärend und unterhaltsam geschrieben. Ein beeindruckendes Zeitdokument für alle, die sich für die Geschichte der Gemeinde Näfels interessieren. Zwei Jahre lang hat Peter-Kubli in Archiven im In- und Ausland geforscht, hat Interviews durchgeführt und ist nach Bern ins Bundesarchiv gereist und sich eingehend und intensiv mit der Materie befasst. Ihre dabei entstandenen Porträts sind alles Unikate, einzigartig und berührend. «In alle Herren Länder sind die Auswanderer damals gereist, aus unterschiedlichen Gründen haben sie ihre Heimat verlassen: Abenteuerlust, schiere Armut, Liebe, Flucht, Sendungsbewusstsein, oder Entdeckungsfreude», so steht es in der Einladung zur Vernissage geschrieben. Bis ins Jahr 2000 werden im Susanne Peters neuem Buch ausgewanderte Mitbürgerinnen und Mitbürger porträtiert. «Es sind aber viel mehr, nicht alle wollten ihre Geschichte erzählen», erklärte Georg Müller, Präsident des Vereins «Freunde der Geschichte von Näfels». Sechzig Porträts erzählen wahre, teils amüsante, aber auch traurige Geschichten aus einer Zeit, wo viele Näfelser Bürger und Bürgerinnen aufgrund der damals herrschenden Armut, aber auch aus Abenteuerlust oder andere Gründe den beschwerlichen Weg über den Atlantik in eine bessere Welt suchten. So verschieden diese Menschen waren, so verschieden sind die Geschichten und Erzählungen.

 

Dank und Anerkennung für Susanne Peter-Kubli

Sichtlich erfreut konnte Georg Müller-Harder, Präsident des Vereins, zahlreiche Gäste, Freunde und Bekannte im bis auf den letzten Platz besetzten Rittersaal des Freulerpalastes begrüssen. Einen speziellen Gruss entbot er der Buchautorin Susanne Peter-Kubli. Als Dank und Anerkennung erhielt diese ein Blumengebinde überreicht. Speziell gewürdigt wurden zwei Exil-Näfelserinnen, die eigens für diesen Anlass den weiten Weg über den Atlantik fanden. Ein Buch in diesem Umfang könnte natürlich nicht zustande kommen ohne die Unterstützung kultureller Stiftungen und Fonds der Öffentlichkeit. Ein grosses Dankeschön geht deshalb an alle im Buch erwähnten Institutionen, Spender und Gönner. Dank erhielten auch die Lektoren Sepp Schwitter und Armin Rusterholz. Grosse Komplimente auch an die Layouterin Belinda Liera aus Netstal für die gefällige Gestaltung des neuen Buches. Für die gelungene musikalische Unterhaltung sorgte das Bläser-Sextett der Harmoniemusik Näfels. Susanne Peter-Kubli blieb es abschliessend vorbehalten, Porträts aus ihrem neuen Buch zu rezitieren. Dieses kann ab sofort beim Präsidenten « Freunde der Geschichte von Näfels» Georg Müller-Harder, Wydenhof 2, 8752 Näfels, im Buchhandel ISBN 978-385948-183-1 oder bei der E-Mail-Adresse [email protected] bezogen werden.