Näfelser Fahrt: Peter Staub verliest neu den Fahrtsbrief

Anlässlich der jährlichen Gedenkfeier Näfelser Fahrt wird der mittelalterliche Fahrtsbrief künftig von Peter Staub gelesen. Er löst Josef Schwitter ab, der dieses Amt während 20 Jahren ausgeführt hat.




Am ersten Donnerstag im April erinnert die Gedenkfeier Näfelser Fahrt an die Schlacht bei Näfels, nach der sich die Glarner 1388 von den Habsburgern lösen konnten. Der Ablauf des jährlich stattfindenden Gedenktags ist seit einem Landsgemeindebeschluss von 1835 genau geregelt. Der mittelalterliche Fahrtsbrief wird in Näfels verlesen. Er schildert den Hergang der Schlacht. Es werden auch alle in der Schlacht Gefallenen genannt. Nachdem der langjährige Fahrtsbrief-Verleser Josef Schwitter seinen Rücktritt bekanntgab, wurde mit Peter Staub nun sein Nachfolger bestimmt. Er wird den Fahrtsbrief an der Näfelser Fahrt 2020 erstmals verlesen.

Der neue Fahrtsbrief-Verleser

Der 42-jährige Familienvater ist in Schwanden aufgewachsen und arbeitet als Geomatikingenieur beim Kanton Glarus. Vermutlich hat er nicht damit gerechnet, dereinst den Fahrtsbrief zu verlesen, als er seine mündliche Deutsch-Maturaprüfung an der Kantonsschule in Glarus mit Althochdeutsch und Parzival bestritt. Das Interesse an historischer und politischer Fachliteratur kommt dem kleinen, aber wichtigen Nebenamt ebenfalls entgegen. Peter Staub ist aber nicht nur als Doktor der Wissenschaften hinter Büchern und als Kartograf und Webdesigner anzutreffen, sondern ebenso gerne in den Bergen, im Winter und im Sommer. 

Der ehemalige Ratssekretär Josef Schwitter prägte die Näfelser Fahrt während 20 Jahren. Das Verlesen des Fahrtsbriefs bezeichnete er einst als Bubentraum. Der profunde Kenner von geschichtlichen Ereignissen gibt dieses Amt nun weiter an Peter Staub.

Die Redner der Näfelser Fahrt 2020

Die Näfelser Fahrt 2020 findet am Donnerstag, 2. April, statt. Als Fahrtsredner hat der Regierungsrat Landammann Andrea Bettiga bestimmt. Dekan Pfarrer Peter Hofmann hält die Fahrtspredigt.