Nationalrat Otto Ineichen als Referent bei den FDP Frauen

Noch vor einem Jahr war der Weiterbestand der FDP Frauen des Kantons Glarus ein ernstes Thema. Damals wurde aber beschlossen, mit einem neuen Vorstand, mit Blick in die Zukunft, weiter zu arbeiten. Als Referent am Anschluss an die Hauptversammlung konnte kein geringerer als der kämpferische Nationalrat Otto Ineichen gewonnen werden.



Nationalrat Otto Ineichen als Referent bei den FDP Frauen

In diesem verflossenen Jahr hätten sich die FDP Frauen mit dem neuen Vorstand konsolidiert und seien nun bereit, wichtige Aufgaben im Interesse des Kantons aufzunehmen und aktiv mitzugestalten. Und um mehr über erfolgreich initiierte Projekte zu erfahren, konnte für diesen Abend Nationalrat Otto Ineichen als Redner gewonnen werden. Wie Regierungsrätig Marianne Dürst weiter ausführte konnte mit ihm der geeignetste Vorreiter eingeladen werden.

Wer ist Otto Ineichen?

Zuerst stellte Marianne Dürst den Redner den zahlreich anwesenden Frauen, aber auch einigen nur zu dem Referat erschienen Männern, die Person Otto Ineichen in kurzen Worten vor. Ihn setze man unweigerlich mit Otto’s Warenposten in Verbindung, denn diese Verkaufskette wurde vor Jahren durch ihn ins Leben gerufen. In diesem Geschäft amte er nach wie vor noch als Verwaltungsratspräsident. Daneben wirke er auch in verschiedenen Organisationen – speziell für die Interesse der KMU’s der Schweiz – als Präsident. Seit 2003 sei er als Vertreter der FDP Luzern im Nationalrat. Er gelte zum einen als Quereinsteiger und zum andern auch als Querdenker. Sein Motto sei „ich bewege garantiert“. Dies habe er in der Vergangenheit auch immer wieder unter Beweis gestellt. „Ich bewundere ihn ganz speziell dafür, dass er nicht nur spricht, sondern er macht auch. Er lässt Worten immer Taten folgen.“ Nach dieser kurzen Einleitung übergab Marianne Dürst dem Redner das Wort für sein Referat zu den Themen „Speranza 2000“ und „Stiftung Wirtschaft und Familie“.

Etwas der Gesellschaft zurückgeben

Er selbst bezeichne sich als kreativen Chaot, welcher immer wieder mit dem Kopf durch die Wand wolle. Der Erfolg von Otto sei aber letztlich der Erfolg seiner Frau, welche in der Anfangsfase mitgezogen habe und mitgearbeitet habe und das Unternehmen in der Entstehung geprägt habe. Im Februar 2001 habe er seinem ältestens Sohn die operative Leitung des Geschäftes übergeben. Dies nach langem Überlegen und Ringen mit sich selbst. Heute könne er ehrlich bekennen, das dies im Nachhinein der schwerste aber auch der beste Entscheid gewesen sei. Heute führe sein Sohn das Unternehmen mit grossem Erfolg weiter und seit kurzem konnte die 100ste Filiale eröffnet werden. In seinem Leben habe er sehr viel Glück gehabt, aber auch immer wieder mit Pechsträhnen zu kämpfen gehabt. Nach seiner für ihn doch überraschenden Wahl in den Nationalrat habe er sich gesagt, dass er der Gesellschaft etwas zurückgeben möchte. Dies als Dank für sein grosses Glück das ihm in den vielen Jahren wiederfahren sei.

Zwei erfolgreiche Projekte

„Im Projekt „Speranza 2000“ engagieren sich seit April 2000 eine Gruppe von Unternehmern rund um die Person von Otto Ineichen für Jugendliche, die es auf dem Lehrstellenmarkt besonders schwer haben. Durch die Schaffung von zusätzlichen Lehrstellen, Praktikums- und Vorlehrplätzen soll Schulabgängern mit Lerndefizit oder sozialen Schwierigkeiten neue berufliche Perspektiven geboten werden.“ Dazu Inneichen in seinem Referat. Man bedenke, dass gesamtschweizerisch heute zwischen 15 und 20.000 Jugendliche zu Lasten vom RAV leben. Wenn diese dann ausgesteuert werden, sei es unheimlich schwer, diese nach einer so langen Zeit wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. „Speranza2000“ habe zum Ziel möglichst viele Jugendlich abzuholen und ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben. Er habe in den vergangene Jahren ein Netzwerk von Unternehmern erarbeiten können und erstellen können. Dies sei aber auch Dank den Berufsverbänden möglich geworden. Immer wieder habe er aber auf grosse Unterstützung zählen können. Trotzdem seien noch viel zu wenig Politiker bereit, „Knochenarbeit“ zu verrichten um noch bessere Resultate zu erreichen. Ein Jugendlicher, welcher nicht im aktiven Berufsleben integriert sei, koste den Staat heute gegen 50.000 Franken jährlich. Eine Integration der Jugendlichen bedeute für die schweizerische Wirtschaft eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit, da die Lohnnebenkosten reduziert werden können. „Es gibt in diesem Projekt nur Gewinner“ So Ineichen zum Projekt „Speranza 2000“. Mittlerweilen sei er noch an einem weitern sehr wichtigen Projekt und zwar der „Stiftung Wirtschaft und Familie“. „Die Arbeit an diesen beiden Projekten vermittelt mir eine riesige Lebensfreude für die Gesellschaft etwas zu bewirken und ich glaube wirklich, dass wir hier ein Modell erarbeiten, welches europaweit auf grosses Intresse stossen wird. Und wir hoffen, dass es viele Nachahmer finden wird.“

In der anschliessenden angeregten Diskussion konnte Otto Ineichen viele interessante und brennende Fragen von den Anwesenden beantworten.