Man hört nicht mehr viel vom verwunschenen Kreisel in Netstal. Viele Glarner haben inzwischen das richtig unrichtige Befahren am Kreisel kapiert, nämlich den Reissverschluss. Mit dem Riri geht es formidabel in den Kreisel einzufahren. Nur ist dieses Glarner System nicht so ganz Verkehrs-kompatibel. Und auswärtige Fahrer warten, z.B. um 17 Uhr beinah vergebens auf eine Einfahrt. Klar, gemäss BFU hat der Linksverkehr ja Vortritt.
Der Interessierte liest im Strassenverkehrsgesetz, Art.2a, dass der Bund sicheres Fahren und andere präventiv wirksame Aktivitäten fördert. Er, der Bund, könne entsprechende Aktivitäten der Kantone koordinieren und unterstützen. Was hindert also den verantwortlichen Regierungsrat Tschudi einen nächsten Versuch zu starten, fliessenden Verkehr zu generieren? Es bräuchte drei grosse Tafeln für die drei Einfahrten, die anzeigen, dass hier ab 16 Uhr bis 20 Uhr das Reissverschluss-System seine Richtigkeit hat. Vollautomatische Anzeigen, deren Lamellen sich öffnen und beleuchtetes Einfädeln zeigen. «Wer hat’s erfunden?» Die Glarner, das erste Kreiselreissverschlusssystem!
Das Ein- und Umfahren wäre gelöst. Es stellt sich nun die Frage nach einer Skulptur, einem Mahnmal oder gar nach einem Ehrenmal mitten im Kreisel. Ein Denkmal natürlich; denkt doch mal nach an die unglückliche Entbindung kurz vor Netstal. Eine ordentlich grosse Trauerweide muss her, in Erinnerung an traurige Ungewissheiten eines ersten und zweiten Rates aus dem Rathaus. Man kann noch einen dritten Politiker miteinbinden, dies in noch frischer Erinnerung an das Gerichtsgebäude Hin und Her. Die beiden Ereignisse sind bald vergessen, bleiben aber bei der Durchfahrt des stimmenden Volkes und deren Nachfahren als Denkzeichen haften. «Nei, ä so öppis!».




