Nei, ä so öppis! – Die Maximalen



Nei, ä so öppis! - Die Max-imalen (Walter Lehmann)
Nei, ä so öppis! - Die Max-imalen (Walter Lehmann)

Die unlustigen Vorschläge in den GLN, den ESAF-Muni Max weiterzuverwenden, waren zu knäbisch, mit null Ironie irgendwohin gepflastert. «Mach schnell etwas, wir brauchen einen Füller», hiess es vielleicht, und schwuppdiwupp stand der Koloss grottoid auf unterschiedlichem Glarner Boden. Zuletzt die irre Idee des Verbrennens: Da würde ein superiges Schwingfest abgetanzt, rund um den holzbehandelten, 182 Tonnen schweren Koloss. 1200 m³ Fichten- und Tannenholz abbrennen, dauert bis zur Bewusstseinseintrübung der Tanzenden. Asche und 18 727 Schrauben würden übrigbleiben und ein grosses Entsetzen des Vereins «SICH» Säntis Innovations-Cluster Holz; zu Recht. «SICH» setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aller Branchen entlang der Wertschöpfungskette Holz sowie aus verschiedenen Bildungsinstitutionen zusammen. Interessierte aus Elm und Braunwald hätten den nötigen Klotz und wollen den Klotz. Vorgefertigte Elemente wiegen zum Teil 4 Tonnen. Das ist für dessen Namensvetter, den Heli K-Max mit max. 2,7 Tonnen Tragkraft, «etwas» zu schwer. Spätestens jetzt wird es schwierig, Max im Glarnerland auf runde 1250 Meter raufzubuckeln. Was nun, der muss doch im Glarnerland bleiben? Der Munikopf, gehörend zum Augenschmaus eines ganzen bomforzionösen Projekts, wird demontiert und im Glarner Kreisel Nordost aufgestellt als ewige ESAF-Erinnerung, dies trotz etwaiger roter Unternull. Aber da steht doch ein Fridolin? Freuen Sie sich auch jedes Mal auf das Kreiselbefahren im Näfels-Unterdorf, wenn Sie ganz zufällig mal zum Mägerlimuck im Kreisel hinüberschauen? Was passiert aber mit den restlichen Tonnen wertvollem Holz? Damit baut man ESAF-Design-Möbel, hergestellt in der Möbli Glarus. Ein Teil der Verdienste ging an die Bergbauernhilfe. Aus die Maus, aber nicht für den Muni. Überwältigende Erinnerungen würden lange weiterleben.