Nei, ä so öppis! Es ist zum Lutschen

Ricola ist der grosse Coup gelungen. 147 000 Militärangehörige heisst die neue Klientel von Schweizer Bonbons. Diese dürfen nun im Kämpfer offiziell die Züggi lutschen.



Nei, ä so öppis! Es ist zum Lutschen

Ricola, eigentlich eine Beruhigungspille, für unsere tapferen Soldaten, die auf neueste Waffen und Waffensysteme warten, die wahrlich im Schneckentempo anrollen, im Militärjargon anschleichen. Die Ausbildung für Waffen, die noch nicht da sind, hat man vorläufig gestoppt. Ein kluger Schachzug, es könnte nämlich zutreffen, dass extra Ausgebildete vor dem Ankommen der ersehnten Flinten, dem Militär altersbedingt tschüss sagen. Unser Militär ist zurzeit füdliblutt. Die bestellten Patriots aus den USA kommen 2034, wenn überhaupt. Zeit zum Lutschen. Das SAMP/T-System, italienisch-französischer Herstellung könnte 2029 als Alternative ins Feld geschoben werden. BR Keller-Sutter dazu: Zwei unterschiedliche Systeme sind ineffizient. «Warten auf Godot»: Unausweichlicher, existentieller Zwang zu vergeblichem Warten.(Theaterstück von Samuel Beckett, 1954). Da hilft weiter Lutschen beinah nichts mehr. Vielleicht hat BR Pfister noch ein Ass im Ärmel: Die Lockheed Martin F-35 stehen eventuell schon in diversen Schweizer Hangars, doch erblicken kann man diese nicht, es sind ja Tarnkappenjets. Die unnötigen, übergrossen, israelischen Drohnen Hermes, damals gekauft für 250 Millionen, sind auch unsichtbar, ein Fiasko erster VBS-Güte von damals. Den einzigen Erfolg bei der Schweizer Armee verbucht Ricola. Waren Ricola-Lobbyisten Zahnärzte? Falls während der Wehrpflicht die Zähne geschlissen werden, übernimmt die Militärversicherung die Zahnarztkosten?