Nei, ä so öppis! Fliegersalat



Nei, ä so öppis! Fliegersalat (Walter Lehmann)
Nei, ä so öppis! Fliegersalat (Walter Lehmann)

Im Bundeshaus wird ein 3-Gänge-Menü zubereitet, das nie und nimmer Gault Millaut-Punkte erreichen kann! Das unvertrauliche und unverdauliche Essen, zum grossen Teil im Nachlass einer am Herd Stehenden, muss dringend weitergegart werden. Der 1. Gang brodelt bereits auf dem heissen Stein, nämlich Drohnen und allerlei Zutaten, die nicht vorhanden sind. Probeessen zeugen von wenig Geschmack und vielen Pestiziden.

Das Hauptmenü aus frischen 36 F-35, vielleicht auch nur 30 oder wieder etwas mehr, nämlich 55 bis 70, doch im Idealfall 72 Jets, so die Wünsche. Selbst ein Abbruch der Köstlichkeit steht zur Debatte. Rafale, Eurofighter oder Gripen würden dem Menü bestens anstehen, heisst es bei anderen Köchen. Was sagt der Volksmund: «Zu viele Köche verderben den Brei.» Ein Spezialkoch glaubt an die Auffrischung der F/A-18, gerade mal für läppische 1,75 Milliarden. Eine gewisse Anzahl F-35 kaufen und für den Rest der Milliarden die F/A-18 Super Hornet aus den USA einfliegen ist eine weitere Idee. Diese zweite Abhängigkeit nach Übersee gefällt, verständlicherweise, nicht allen. Da hätten unsere italienischen Nachbarn den ansprechenden Kampfjet M-346 bereit, der in Österreich rumjetet. Bis wir aber Gabeln und Messer zur Hand nehmen können, wird es noch dauern.

Venezolanisches Dessert: Die Ruag liefert uns mit der Do228 den Nachtisch. Eine robuste und vielseitige Propellermaschine für kurze Sand- oder Erdpisten. 8 fabrikneue und 2 gebrauchte hätten nach Venezuela geflogen werden müssen. Ruag lieferte gerade mal 3 Exemplare, erhielt aber Geld für mehrere Do von der Firma Veximca, was Ruag allerdings verneint. Ein absolut verdorbener Nachtisch. Die Köche im Bundeshaus rühren weiterhin ihre Kellen, zum Teil so rasant, dass die Saucen die Küche versauen.