Autofahrer parken bei der Schiessanlage an der Ziegelbrückestrasse, wandern über die Maag zur «Alten Landstrasse» entlang dem dichten Wald Richtung Weesen. Um ein Käffeli zu geniessen, muss man nicht nach Weesen rein. Im Tertianum Wismetpark, einem Wohn- und Pflegezentrum für Seniorinnen und Senioren, gibt es eine schöne Parkanlage mit Café samt freundlicher Bedienung. Bänkchen, nahe am Nagelfluhfelsen, laden ein zur fantastischen Rundsicht vom Hausstock im Glarner Hinterland, über den Glärnisch, Wiggis, vorbei am Fronalpstock, Mürtschenstock, Guildenstock, Magerrain, Leistchamm und den Churfirsten. Sowohl eine sehenswerte Augenrundreise, wie eine Namensauffrischung unserer «Herumliegenden Hügelzüge». Wissenschaftler Hans Conrad von der Linth konkretisiert 1798 die Bezeichnung Nagelfluh: «Begriff für grosse Geschiebe, die oft bis 50 Kubikfuss Inhalt haben, meist durch einen Sandstein fest zusammengekittete Felsart.» Zurück zum Grüeziweg Nr. 2, was dieser aber nicht wirklich ist. Das Grüezi-Sagen gehört nicht zum Spazierprogramm von älteren, teils gebrechlichen Leuten, von Grosseltern mit Enkel, Müttern mit Schesewagen oder Leuten mit Hunden. Man scheint ein Blödel zu sein, wenn man Grüezi sagt. Doch ganz plötzlich die Überraschung: Eine Hundeliebhaberin mittleren Alters erwidert unser Grüezi mit ihrem freundlichen Grüezi. Wir kommen ins Gespräch, es geht um ihren wirklich wunderbaren Whippet (kurzhaariger Windhund) und um Hunde im Allgemeinen, und es dauert und dauert. Das Grüezi hat etwas Erfreuliches ausgelöst. Doch generell ist das Grüezi auf der alten Landstrasse leider weg. Somit ist der Grüeziweg 2 weg und wird bei uns inzwischen Nagelfluhweg genannt.




