Nei, ä so öppis – Plackerei



Nei, ä so öppis - Plackerei (Walter Lehmann)
Nei, ä so öppis - Plackerei (Walter Lehmann)

Dort, wo einst der Löntsch das Geschiebe schob und später die Spielhofwiese des Bauern Kühe satt machte, spielten kürzlich noch Kranführer mit unsinnigem Gehupe und trieben Anwohner beinah in den Irrsinn. Nach dem Abbau der Kräne schleppten Bagger im Dieselgestank mit lärmenden Raupenbaggern unsinnig viele Schaufeln voll Erde und Steine vom Norden zum Süden der Baustelle und umgekehrt auf der Asphaltstrasse. Es ist leise geworden, die dauernden Melodien der Kranhupen, verursacht durch Überladung (!), sind verstummt, die Kräne abgebaut und irgendwo liegend wartend zum Wiederaufbau. Mit dem Kranabbau haben die Krähen ihre Brutkästen im Loch der riesigen Gegengewichte hoch über der Baustelle unter freiem Himmel verloren. Gegengewichte, die das Gewicht der zu hebenden Last ausgleichen. Es wurde endlich die Zeit der Möbeltransporter, der Fachleute für sorgfältigen Transport der Aus- und Einräumarbeiten. Vor drei Monaten begann die Neuzeit der 70 Familien, die nach Glarus in die Spielhof-Überbauung umziehen. Es begann für eine Familie die Plackerei des Jahres. Die, wie die anderen, an Treu und Glauben der Umzugsharmoniker glaubten. Das Befüllen des LKWs lief in geordnetem Sinne. Beim Einräumen auf der Spielhofwiese gab es dann haufenweise Missgeschicke, eben eins nach dem anderen, an Möbeln und an den Wänden. Das eigenartige und unsorgfältige Tun der Möbelschlepperdeppen wurde zum Nullsummenspiel, die werden nichts verdienen. Die Gewinner sind Gipser, Maler und Schreiner, die Beschädigtes an Wänden, Böden und Möbeln wieder in Ordnung bringen.