Nei, ä so öppis Taxpunkte erreicht – Praxis geschlossen, sorry!

Ich konnte kürzlich meinen Hausarzt nicht erreichen und wurde telefonisch zu einem anderen Arzt verwiesen. Nach der kurzen, erfolgreichen Behandlung (Blutentnahme und gleich Analyse sowie Ultraschall) fragte ich ihn, ob ich bei ihm als Kunde bleiben könne.



Nei, ä so öppis Taxpunkte erreicht – Praxis geschlossen, sorry!

Das gehe leider nicht, erklärt er mir: «Seit dem 1. Januar 2026 sind Taxpunkte ein zentrales Element der Abrechnung für Hausärzte und bestimmen den Wert der erbrachten Leistungen. Die vereinbarte Zahl von 1577 Taxpunkten dürfte bei vielen Fällen und Disziplinen dazu führen, dass die Ärzte ihre Obergrenze erreichen, obwohl der Arbeitstag noch lang ist, also ein tiefgreifender Eingriff in die ambulante Gesundheitsversorgung der Schweiz.» Das Hauptziel dieses neuen Systems ist die Einführung einer transparenteren (günstigeren) Preisgestaltung. Es könnte also passieren, frage ich ihn, dass ein Hausarzt an einem Durchschnittstag von 25 Patienten die Praxis schliessen müsste? «Genau, wir haben Hausärztemangel und diese Deckelung entspricht quasi einem Arbeitsverbot. Noch 3–4 Ultraschalluntersuchungen und ich müsste zwingend Ferien machen. Ich habe den Beruf erlernt, um Leuten zu helfen», meint er abschliessend. Für Kadermitglieder von Krankenkassen will der Bundesrat künftig Höchstentschädigungen festlegen, habe ich eben gelesen. Haben die da oben endlich begriffen, wo gespart, und zwar zünftig, werden kann? Die behaupten zwar, dass das nichts mit sparen zu tun habe. Hä, sorry?