Nei, ä so öppis! Unvernunft oder was?



Nei, ä so öppis! Unvernunft oder was? (Walter Lehmann)
Nei, ä so öppis! Unvernunft oder was? (Walter Lehmann)

Ich radle oft ins Gäsi, vorbei am Chli Gäsitschachen. 2010 wurden im Rahmen des Linthwerk-Projektes Linth 2000 im Chli Gäsitschachen sechs Hektaren Wald gerodet und eine rund 100 m breite Flussaufweitung geschaffen. Die Aufweitung gibt dem Gebiet einen Teil seiner ursprünglichen Gestalt zurück. Durch Zurückversetzen des Damms entstand eine Flussaufweitung mit Kiesbänken, Seitenarmen, Untiefen und flacher Uferzone. Die Dynamik der Hochwasser gestaltet diese immer wieder aufs Neue. In der Auenlandschaft wimmelt es von Leben. Denn Auen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen überhaupt. Das Gebiet stellt für die Amphibien einen besonders wichtigen Lebensraum dar. Im Chli Gäsitschachen leben einige seltene und sogar stark gefährdete Arten wie zum Beispiel Erdkröten, Grasfrösche oder Bergmolche. Mit dem vorgesehenen Schutzgebiet soll in erster Linie der nördliche Teil des Amphibienlaichgebietes Walenberg geschützt werden. Dieses ist ein national bedeutsames Biotop, das schon 2001 ins Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete aufgenommen wurde.

Um Konflikten zwischen Besuchern und Naturschutz vorzubeugen, gelten «Spielregeln», die auf Informationstafeln festgehalten sind. Die etwas versteckte Infostele bei der LKW-Brücke informiert in ausführlicher Art. «Wege dürfen nicht verlassen werden, Hunde sind an der Leine zu führen» müsste aber herausgehoben werden! Ich erlebe immer wieder Besucher in der Linth, auf den Inselchen, auf Amphibienlaichplätzen herumtrampelnd und Leinen entlassene Hunde. Nicht nur für Bachforelle, Eisvogel, Weiden und Co., sondern auch für naturerholungssuchende Besucher wurde der Chli Gäsitschachen zum wertvollen Gebiet zum Bestaunen, aber nicht zum Anfassen und Zerstören!

Beschte Dangg