Nei, so öppis! Entlarvt

Es gibt nichts Ernsthafteres als die Fasnacht. Diese Fasnächtler-Weisheit gilt vor allem dann, wenn es darum geht, die Tradition und Bedeutung der Fasnacht zu verteidigen.



Nei, so öppis! Entlarvt

Die Luzerner Fasnacht ist neben der Basler Fasnacht, dem Rabadan in Bellinzona und der Bärner Fasnacht eine der Fasnachtshochburgen der Schweiz. Düstere, grässliche, mehrheitlich böse Masken – hervorragend in etlichen Stunden hergestellt – gehören am Umzug zur Normalität, was Uneingeweihte nicht verstehen können. Der Besucherrekord lag im Jahr 2025 bei 350 000 Teilnehmenden. Die heutigen Maskenlandschaften und Fasnachtsfiguren haben alle erst ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihre Form gefunden. Allerdings oft basierend auf Figuren aus den früheren Fasnacht- und Freiheitsspielen sowie aus der Commedia dell’Arte mit ihren unheimlichen sowie Dämonen-Masken. Solches Maskentreiben muss man gernhaben, und die Besucher des Urknalls finden dieses Treiben rüdig guet. Fasnachtslarve und Maske sind wiederkehrende Verkleidungen. Im Falle von Basel massgeblich zur einmaligen Darstellung der Satireund Persiflage auf das politische und gesellschaftliche Leben. Wegen seiner Einzigartigkeit und Qualität zählt der grösste Karneval der Schweiz zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe. D' Fasnacht Basel isch eifach donnerschiessig scheen. Waggis Kinschtlerlarven (lateinisch larva, Gespenscht), Pierot, Harlekin sowie Blätzlibajass sind eine einzigartige Tradition und werden Ende Februar fasnächtlich entlarvt und samt Goschdyym einmal mehr sorgfältig verstaut.