Die Politik stand auch an der 113. Hauptversammlung von Gastro Glarnerland im Zentrum. Vor allem die Mindestlohn-Initiative habe grossen Einfluss auf die Mitglieder, erklärte Präsident Reto Winteler. Die Initiative plane einen Mindeststundensatz von 22 Franken. «Im Gastrogewerbe werden das aber mit den Zusatzverträgen über 26 Franken.» Für viele Betriebe im Kanton sei dies nicht mehr tragbar. Für Winteler sei es der bessere Weg, mit den Sozialpartnern gangbare Lösungen zu finden. Mit Hansjürg Rhyner kandidiert ein Vorstandsmitglied von Gastro Glarnerland für den vakanten Ständeratssitz. «Wir sollten die Chance nutzen, einen aus unseren Reihen zu unterstützen.» Rhyner bedankte sich für die Hilfe und versprach, sich bei einer Wahl für den Tourismus und die Gastronomie einzusetzen. Francois Gessler vom Dachverband überbrachte nicht nur die Grüsse von Gastro Suisse, sondern wies darauf hin, dass nach der Mindestlohn-Initiative bereits eine weitere wichtige Abstimmung in den Startlöchern steht. «Die Mehrwehrtsteuer-Initiative ist für uns sicher genauso bedeutend.» Gerade im Lebensmittelbereich gebe es unterschiedliche Steuersätze, welche vor allem die Gastronomie diskriminiere. «Hier geht es primär nicht darum, dass wir einen tieferen Steuersatz erhalten, sondern dass wir gleich behandelt werden wie Take-Aways oder Einkaufsläden.» In der heutigen, mobilen schnelllebigen Zeit sei der Restaurantbesuch gerade über den Mittag kein Luxus, sondern natürliche und notwendige Verpflegung.
Die erfolgreiche Jahresrechnung wie die übrigen statuarischen Geschäfte wurden diskussionslos behandelt. Zum Abschluss machte der Präsident darauf aufmerksam, dass noch zwei Plätze im Vorstand frei sind. Anschliessend genossen die Versammelten das gepflegte Beisammensein beim feinen Nachtessen im Restaurant Schwammhöhe.
Neue Co-Geschäftsführung für GESKA AG und Glarner Milch AG






