Netschteler feierten Chrüzmärt und Chilbi

Die Netschteler sind wirklich «Fäschtichaibä». Während vier Tagen feierten sie ausgiebig ihren traditionellen Kreuzmarkt und die Kilbi. Die Festivitäten begannen mit einem fulminanten Start am Donnerstag mit dem «Chrüzmärt». Wiederum war die Mehrzweckhalle der Treffpunkt aller Festivitäten. Gäste aus nah und fern liessen sich in der Kaffeestube des Gemeinnützigen Frauenvereins und von den Dorfvereinen kulinarisch verwöhnen, derweil sich die Kids an ihrem schulfreien Nachmittag auf einem kleinen Lunapark amüsierten.




Seit einigen Jahren ist der Kreuzmarkt auch ein beliebter Treffpunkt für Klassentreffen. Traditionell ist seit der Gemeindefusion das freundschaftliche Treffen des letzten Netschteler Gemeinderates mit dem heutigen Gemeinderat Glarus. Dabei liessen sich die ehemaligen und heutigen Mandatsträger auch heuer in einem der Restaurants bei einem Gemspfeffer verwöhnen. Wie soeben aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, soll es den Damen und Herren dabei ausgezeichnet geschmeckt haben. Vier Tage Fest, vier Tage Rambazamba – da braucht es standfeste Frauen und Männer. Aber wie allseits bekannt, gibt es wohl kaum ein standfesteres Volk im Kanton Glarus als wir Netschteler!

Vier Tage Rambazamba

Standfest waren ebenfalls die Frauen und Männer der turnenden Vereine, die ihren Gästen während vier Tagen Feinstes aus Küche und Keller auftrugen. Standfestigkeit bewiesen aber auch der smarte Barkeeper Dani und seine beiden ausnehmend hübschen Barmaids an der Skilift-Bar, die bis in die frühen Morgenstunden ihre Gäste verwöhnten. Für einen musikalischen Hochgenuss sorgte die Harmoniemusik Netstal mit ihrem tollen Konzert am Freitagabend. Der VVN benutzte gleichen abends die Gelegenheit, die erfolgreiche Nationalturnerriege des TV Netstal, im Speziellen den jungen Nationalturner Sales Tschudi für seinen Schweizermeistertitel gebührend zu feiern. Doch davon an anderer Stelle. Ein weiteres musikalisches Highlight war der Auftritt der Young Winds am frühen Samstagabend. Einen lautstarken Vorgeschmack auf die Fasnacht 2019 gab die Guggenmusik «Wiggisschränzer» mit ihren Kakophonien. Auch für leichte sportliche Betätigung war gesorgt. Angehende Ballkünstler konnten an einer Torwand des FC Netstal versuchen, das verflixte runde Leder in eines der Löcher zu schiessen. Für die Kleinsten wurde auch bestens gesorgt. Die Jugi Netstal, die Spielgruppe Netstal und der Reformierte Kirchenrat sorgten für viel Unterhaltung mit Spielen, Basteln und Schminken, während sich die Erwachsenen für das reichhaltige Angebot der Marktfahrer interessierten. Den Abschluss der Netschteler Chilbi bildete ein opulenter Bauernbrunch am Sonntagmorgen, organisiert von der IGV Netstal. Ein rundum zufriedener, von den Strapazen zwar leicht gezeichneter VVN-Co-Präsident Martin Schnyder zog ein kurzes Fazit von der diesjährigen Chilbi: «Es hät doch wieder gfätzt und isch megalässig gsi». Dem ist nichts mehr beizufügen.