Netstal war das Mekka aller Schweizer Nationalturner

Netstal, das Dorf am Fusse des Wiggis, war über das Wochenende das Mekka aller Nationalturner aus der Schweiz. Über 300 Aktive verschiedener Altersklassen und aus allen Landesteilen herreisend, kämpften in atemberaubender Landschaft und bei fantastischem Spätsommerwetter in friedlichem Wettstreite um die begehrten Punkte und die Krone eines Schweizer Meisters.




Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Schweizer Meisterschaft im Nationalturnen werden allen Teilnehmern und all den vielen Zuschauern, die den Weg nach Netstal am Fusse des Wiggis fanden, in nachhaltiger Erinnerung bleiben. Es war einerseits Wettermacher Petrus, der die Wettkämpfer und das Organisationskomitee mit wunderschönem Herbstwetter bescherte, anderseits die auf höchstem sportlichem Level ausgetragenen Wettkämpfe, welche die vielen, aus allen Regionen der Schweiz angereisten Zuschauer begeisterten. Bei hervorragenden Bedingungen kämpften über 300 Nationalturner aller Altersklassen um die begehrten Punkte und den Titel eines Schweizer Meisters. Auf dem Fussballplatz und dem naheliegenden Sandplatz fanden das Steinheben, Steinstossen, Weitspringen, Hoch-Weitspringen und der 80-Meter-Lauf statt. Viel Beachtung bei den Zuschauern fanden das Bodenturnen in der Turnhalle sowie die spektakulären Schwinger-Wettkämpfe auf der Bärenhoschet. Der super organisierte Anlass hinterliess eine hervorragende Visitenkarte für die Gemeinde und den Kanton Glarus und dürfte in Hinsicht auf das Vorhaben für die Durchführung des Eidgenössischen Schwingfestes im Jahre 2015 viel Goodwill für eine eventuelle Durchführung diesen Grossanlasses im Glarnerland beigetragen haben. Jedenfalls hat das Netstaler Organisationskomitee unter Präsidenten Peter Läuchli mit ihrer erfolgreichen Durchführung der Schweizer Meisterschaft im Nationalturnen eigentlich damit bewiesen, dass mit viel Einsatzwille, Enthusiasmus, Kameradschaft und perfekter Organisation auch grössere Brocken wie beispielsweise ein Eidgenössisches Schwingfest bewältigt werden können. Zumindest sind alle Beteiligten, Organisationskomitee und Staff sowie die vielen freiwilligen Helfer, dazu gehörend selbstverständlich auch all die vielen grosszügigen Sponsoren, wenn auch in wesentlich kleinerem Rahmen, mit gutem Beispiel vorangegangen.

Thurgauer dominieren das Nationalturnen


Nach Abschluss aller Wettkämpfe und einen Blick auf die Ranglisten ist klar ersichtlich, dass momentan kein Weg bei den Nationalturnern des NTR Märstetten vorbeiführt. Zu dominant waren dessen Wettkämpfer in praktisch allen Leistungsklassen. Mit nicht weniger als vier Schweizer Meistern in den Kategorien A, L3, L1 und J 1 und dem zusätzlichen Sieg des Mannschafts-Verbandswanderpreis waren die Thurgauer in Netstal das Mass aller Dinge. Ihr eigentliches Zugpferd Samuel Giger, überraschender Zweiter beim Eidgenössischen Schwingfest in Estavayer, hatte auch am Fusse des Wiggis brilliert. Bereits zum dritten Mal in Folge wurde der Märstettener Schweizer Meister bei der Leistungsklasse A. Mit der hervorragenden Gesamtnote von 96,4 Punkten wurde der Modellathlet aus dem Thurgau seiner Reputation in überzeugender Manier gerecht und verwies seine Gegner klar in die Schranken. Aber auch die Resultate der Glarner Nationalturner dürfen sich sehen lassen. So erreichten unter anderen in der Kategorie A die beiden Netstaler Reto Landolt mit dem hervorragenden 10. Rang und Christian Hefti mit dem 20. Rang sowie Bruno Schnyder vom NTR Bilten mit Rang 19 ausgezeichnete Spitzenplätze. Herzliche Gratulation an dieser Stelle!

Kompliment an alle Beteiligten.


Die Schweizer Meisterschaft im Nationalturnen in Netstal gehört der Vergangenheit an. Sie war geprägt nebst einem fantastischen Spätsommertag von den hervorragenden Leistungen aller Wettkämpfer, von fairen und kompetenten Kampfrichterentscheiden sowie einer mustergültigen Organisation. Ein grosses, uneingeschränktes Kompliment an dieser Stelle an alle Beteiligten und all die freiwilligen Helfern, ohne die ein Anlass in dieser Grössenordnung nie durchgeführt werden könnte.