Netstaler Katholiken feiern Pfarrer Pater Ljubo Leko

Was für ein schöner Tag für den allseits beliebten und stets freundlichen Netstaler Pfarrer Ljubo Leko am vergangenen Sonntag. Seit 25 Jahren amtet der gebürtige Kroate am Fusse des Wiggis als Pfarrer der Katholischen Kirchgemeinde.




Im Rahmen eines Festgottesdienstes in der immer noch weihnachtlich dekorierten Dreikönigskirche gratulierte ihm die Kirchgemeinde zu seinem verdienstvollen Wirken im Dienste des Herrn. Gleichzeitig feierte die Gemeinde auch das Patrozinium ihrer Kirche, die den Heiligen Drei Königen geweiht ist. Sogar Bischof Vitus Huonder verliess eigens für diesen Festgottesdienst seine Residenz in Chur und liess sich trotz Schneetreiben und misslichen Strassenverhältnissen nach Netstal chauffieren. Gross war die Freude von Pater Ljubo, dass ihm sein Vorgesetzter an seinem Jubeltag die Ehre erwies. Den Festgottesdienst zelebrierte Bischof Huonder höchstpersönlich, assistiert von Harald Eichhorn, Dekan und Pfarrer von Näfels. Musikalisch umrahmt wurde die Liturgiefeier vom Cäcilienchor Netstal unter der Leitung von Hermann Mathis mit der wunderschönen Messa «alla settecento» vom deutschen Kirchenmusiker und Komponisten Professor Wolfram Menschick. Der Freudentag für Pater Ljubo wäre bestimmt noch grösser gewesen, hätten seine Schäfchen an seinem Jubeltag etwas mehr Präsenz gezeigt. Die Kirche war nämlich höchstens zur Hälfte mit Gläubigen besetzt. Wirklich schade, denn Pater Ljubo hätte bestimmt Besseres verdient! Nun gut, vielleicht haben die momentane grassierende Grippewelle und die winterlichen Strassenverhältnisse dazu beigetragen, dass die Netstaler Katholiken dem Festgottesdienst für ihren Pater Ljubo mehrheitlich fernblieben.

25 Jahre katholischer Pfarrer in Netstal

Pfarrer Ljubo Leko kam im Jahr 1987 als Seelsorger für die kroatische Gemeinde in die Schweiz. Mit ihm hatten seine Vorgesetzten geplant, dass er nach drei Jahren wieder zurück in die Provinz Mostar in Herzegowina zurückkehren sollte. In der Zwischenzeit war dort der Krieg ausgebrochen und er blieb mit einem Mitbruder in Chur. Der jetzige Churer Bischof Vitus Huonder war damals Generalvikar und hatte Pater Ljubo gebeten, in einer der vielen vakanten Pfarreiern die Gottesdienste zu feiern. Und so kam Pater Ljubo am 29. September 1991 nach Netstal, wo er bis heute geblieben ist. Wie Pater Ljubo selbst beschreibt, waren ihm die Seelsorge in allen Bereichen und Altersklassen sehr wichtig. Dazu gehören beispielsweise die Religionsschüler, die Ministranten, Krankenhausbesuche, die Gefängnisseelsorge, die Sterbesakramente, teilweise in Zusammenarbeit mit den Katechetinnen. Nebenbei war Pater Ljubo während Jahren Pfarradministrator in Näfels und Glarus. Für die Zukunft wünschte Pater Ljubo der ganzen Pfarrgemeinde, dass sie lebendig bleiben darf und aktiv an kirchlich-liturgischen Anlässen teilnehmen wird. Er bedankte sich bei allen, die ihn in der Seelsorge unterstützt hatten und auch weiterhin engagiert am Geschehen der Katholischen Pfarrgemeinde Netstal teilnehmen.

Priesterberufung ist ein Geschenk Gottes

Bischof Vitus Huonders Festpredigt stand ganz im Zeichen des Priesterberufes. Der Priesterschwund beschäftigt die Katholische Kirche seit Jahren. Umso mehr müsse die Gesellschaft aller Katholiken einen jungen Menschen, der die Berufung zum Priester spürt, diesen in Gedanken, Worten und Werken unterstützen. «Die Berufung zum Priester ist ein Geschenk Gottes», erinnerte der katholische Würdenträger die Gläubigen. Er wünsche sich aber auch weiterhin eine aktive Unterstützung von Pfarrer Pater Ljubo Leko und meinte dabei schmunzelnd: «damit Pater Ljubo nochmals weitere 25 Jahre im Dienste der Herrn für die Gemeinde Netstal tätig sein kann.»