Netstaler Schulkinder wünschen sich Frieden auf Erden

In der weihnachtlich geschmückten evangelisch-reformierten Kirche in Netstal inszenierten vergangenen Sonntagabend im Rahmen eines Weihnachtsspiels Schüler der 1. – 6. Klasse das Lukas-Evangelium, Vers 2 aus der Luther-Bibel. Der Friede auf Erden stand im Mittelpunkt dieser Inszenierung. Das Weihnachtsspiel wurde musikalisch begleitet von der Regenbogen-Band und Leuten vom glarnersteg.



Nur noch wenige Tage trennen uns vor Heiligabend und Weihnachten. In grosser Vorfreude und mit Spannung erwarten die Christen die Geburt Jesu im Stall zu Bethlehem. Es sind Tage der Besinnung, der Gebete und des Dankes. Im Vorfeld dieser ereignisreichen Tage feierten Schulkinder aus Netstal in der evangelischen Kirche traditionell ihre Kinderweihnachtsfeier. In weihnachtlichem Ambiente und vor einem wunderschön geschmückten Weihnachtsbaum und einer eigens für diesen Anlass aufgebauten Bühne feierten die Kinder ihre Weihnachtsfeier mit einer Inszenierung, in dessen Zentrum das Lukas-Evangelium (Vers 2) stand. Schon Wochen zuvor wurden die Schülerinnen und Schüler der 1. – 6. Klasse von Pfarrer Eduard Aerni und Lehrerin Susanne Marti akribisch auf diesen Abend vorbereitet. In verschiedene Szenen interpretierten die kleinen Nachwuchsschauspieler in ihrem Weihnachtsspiel hervorragend die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium. Musikalische Unterstützung fanden sie mit der Regenbogen-Band unter der Leitung von Andreas Habert und Leuten vom glarnersteg. Pfarrer Aerni blieb es vorbehalten, das zahlreich anwesenden Publikum herzlich zu begrüssen. Im Angesicht des wunderschön geschmückten Weihnachtbaumes und bei Kerzenschein wurde allen bewusst, dass es nur noch wenige Tage dauert, bis wir die Geburt des Christuskindes feiern dürfen. Vor dem Weihnachtspiel las Pfarrer Aerni das Lukas-Evangelium, welches mit dem Satz gipfelt: «Friede auf Erden und allen Menschen ein Wohlgefallen.» Möge dieser Satz die Herzen aller Völker auf Erden treffen und uns ins neue Jahr 2020 begleiten!

Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger von Syrien war.Und jedermann ging, dass er sich schätzen liesse, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heisst Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen liesse mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die ward schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, da sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und siehe, des HERRN Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des HERRN leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: «Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.» Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: «Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.» Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: «Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der HERR kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Abschliessend danken wir den Primarschülern der 1.– 6. Klasse für ihren tollen und überzeugenden Auftritt. Ihr habt mit eurer Inszenierung direkt in die Herzen des Publikums getroffen! Dieses verdankte seinerseits mit anhaltendem Applaus die bühnenreife Aufführung der Netstaler Schulkinder. So freuen wir uns jetzt schon auf die Kinderweihnachtsfeier 2020, nicht aber vorher allen Menschen auf Erden ein friedliches, gesegnetes und frohes Weihnachtsfest zu wünschen.