Netstaler Schulmöbel landen in Rumänien

Lions Clubs von Glarus und Kloten organisierten die Züglete. In Glarus gab es denn auch einiges zu verladen: 190 Schülerpulte, 180 Schülerstühle, 5 Lehrerpulte, 6 Bürotische sowie 3 Wandtafeln, die man schon vorgängig demontiert hatte.



Im Februar dieses Jahres stiess Jürg Irman aus Netstal auf eine Meldung in der «Südostschweiz», dass die Gemeinde Glarus das Schulhaus in Netstal mit neuem Schulmobiliar ausrüsten wird. Irman, Mitglied des Lions Club Kloten, wurde sofort hellhörig und erkundigte sich bei den Behörden, was denn mit dem ausgemusterten Material geschehe. Es werde voraussichtlich entsorgt, wurde ihm beschieden. Doch Irman hatte eine bessere Idee. Er knüpfte umgehend Kontakt zwischen den beiden Lions Clubs von Kloten und Glarus sowie der Gemeinde Glarus, und man kam überein, die Schulmöbel aus Netstal als Geschenk in die westrumänische Stadt Zalau zu transportieren. Dort ist man froh um dieses Mobiliar, auch wenn es den hohen Schweizer Ansprüchen offenbar nicht mehr ganz zu genügen vermag. 

Vor ein paar Tagen war es dann so weit. Ein riesiger rumänischer Sattelschlepper fuhr auf dem Schulhof in Netstal vor, wo bereits eine Zügelequipe von 14 Mitgliedern des Lions Club Glarus (worunter 2 Lions-Damen), 8 Lions aus Kloten sowie mehreren Mitarbeitern der Gemeinde bereitstand. Unter Anleitung von Lions-Präsident Paul Züger, Nidfurn, sowie dem Activity-Verantwortlichen Jacques Hösli, Glarus, gab es denn auch einiges zu verladen: 190 Schülerpulte, 180 Schülerstühle, 5 Lehrerpulte, 6 Bürotische sowie 3 Wandtafeln, die man schon vorgängig demontiert hatte. Es wurde heftig darüber spekuliert, ob das alles tatsächlich in diesem Laster Platz finden werde, zumal die Osteuropahilfe Schweiz noch weitere 100 Schülerstühle angeliefert hatte, die ebenfalls für Zalau bestimmt waren. Am Schluss fanden aber auch der letzte Stuhl wie die letzte Hängeregistratur auf wundersame Weise im LKW Platz, sodass er drei Stunden später Richtung Rumänien losfahren konnte. Der Lions Club Kloten hat bereits mehrere sogenannte Activities in diesem Rahmen unternommen und in den letzten Jahren Schweizer Schulmobiliär nach Ungarn und Bulgarien geliefert. Nun ist Rumänien an der Reihe. Die Transportkosten von 2000 Franken haben die beiden Clubs untereinander aufgeteilt.