«Neu aufgestellt und bereit für die Zukunft»

Innert kurzer Zeit hat sich Glarus hoch3 (GL3), welche das IT-Rückgrat für die Gemeinden und die technischen Betriebe stellt, neu strukturiert und ist bereit für die Zukunft.




Nach der Rückweisung des kantonalen Informatikgesetzes an der Landsgemeinde 2016 musste das Unternehmen Glarus hoch3(GL3) rasch handeln, damit sie weiter den ICT-Betrieb für die drei Gemeinden sowie die Technischen Betriebe und der Spitex aufrechterhalten konnten. «Das Unternehmen wurde auch mit dem neuen CEO auf neue Beine gestellt», führte Verwaltungsratspräsident Martin Leutenegger an der Medienkonferenz am letzten Montag in Niederurnen aus. «Der Turnaround konnte im letzten Jahr nach turbulenten Zeiten geschafft werden.» Das Unternehmen stehe nun auf eigenen und vor allem auch gesunden Beinen. So konnte auch das Darlehen vom Kanton von 2 Millionen Franken in kürzerer Zeit beglichen werden. Wichtig sei auch, dass GL3 nun über eigene Kompetenz und Infrastruktur verfügt, meinte CEO Hans-Peter Legler weiter. «Früher wurde viel abgegeben oder eingekauft, jetzt haben wir wirkliche Mitarbeiter.» Dies sind im Moment 600 Stellenprozent, welche neben verschiedenen Projekten auch den Kontakt zu den über 500 Benutzern in den verschiedenen Behörden stellen. Auch arbeite man weiter eng mit dem Kanton und den verantwortlichen Stellen zusammen, denn das Informatikgesetz werde ja nochmals behandelt und komme wahrscheinlich wieder vor das Stimmvolk. «Das wird aber auf einer anderen Ebene behandelt. Wir wollen hier keine Wege verbauen oder Hindernisse errichten», führt Leutenegger weiter aus. Auch sei man in Gesprächen mit Institutionen in öffentlicher Hand als weiteren möglichen Kunden. Konkret sei man hier mit den Heimen und den Schulen im Kontakt.

Wie bereits jetzt eng mit dem Kanton zusammengearbeitet wird und so Synergien genutzt werden können, zeigt Legler und Pierre Rohr, Leiter Informatikdienst Kanton Glarus, beim Kantonsspital Glarus.

Hier betreibt der Kanton Glarus seit diesem Jahr ein eigenes Rechenzentrum, in welches sich GL3 eingemietet hat. Die Räumlichkeiten des früheren Notspitals boten hier die perfekte Grundlage, meinte Rohr weiter, welche auch für die Daten des Spitals selber genutzt werden. Hier habe man sich, laut Leger, bewusst für eine gemeinsame Lösung entschieden und nicht selber ein Rechenzentrum mit Infrastruktur und Personal aufgestellt. Ein redundantes System unterhalten zudem die Technischen Betriebe Glarus Süd. Mit diesen Zentren kommt sowohl der Kanton als auch die Gemeinden der Forderung nach, dass die behördlichen Daten im Kantonsgebiet auch gesichert werden. Darüber hinaus konnte so ein kantonales Intranet aufgebaut werden, was zu einer zusätzlichen Unabhängigkeit führe, meinte Legler weiter.