Neubau prägte das Geschäftsjahr der Raiffeisenbank

Die Geschäftsleitung der Raiffeisenbank Glarnerland blickt auf ein intensives und sehr erfreuliches Jahr 2012 zurück. Das Jahresergebnis fällt mit rund 300 000 Franken geringer als im Vorjahr aus. Neben dem tiefen Zinsniveau ist vor allem der Neubau in Näfels hier der Hauptgrund.



Die Verantwortlichen der Raiffeisen Glarnerland haben sich im neuen Zuhause schon eingelebt. Stefan Hirt (von links)
Die Verantwortlichen der Raiffeisen Glarnerland haben sich im neuen Zuhause schon eingelebt. Stefan Hirt (von links)

«Grosses Wachstum und solide Jahresabschlüsse, zwischendurch mit Rekordergebnissen», solche Erfolgsmeldungen prägten die Berichterstattungen der Raiffeisenbank Glarnerland in den letzten Jahren. «Das Geschäftsjahr 2012 reiht sich nahtlos an diese Meldungen an», eröffnete Hansueli Leisinger, Verwaltungsratspräsident, die Bilanzkonferenz der Raiffeisenbank Glarnerland. Einzig das Jahresergebnis falle erwartungsgemäss deutlich hinter das Rekordergebnis des Vorjahres zurück; 30 8000 zu 460 000 Franken. Verantwortlich sind einerseits die Aufwendungen für den Bankneubau in Näfels. Andererseits führt das tiefe Zinsniveau mit einem intensiven Wettbewerb im Hypothekargeschäft zu einer starken Erosion der Zinsmarge. «Dass dieser Wettbewerb bei unserer Bank nicht zulasten der Qualität geht, beweisen zwei Kennzahlen.» So belaufen sich die Wertberichtigungen für Ausfallrisiken und die Verluste aus dem Kreditgeschäft auf nicht einmal 5000 Franken. Ausserdem konnte die Bank im letzten Jahr 300 neue Genossenschafter willkommen heissen. Dass die 7000-Marke im aktuellen Jahr durchbrochen wird, ist mehr als wahrscheinlich, waren doch Ende Dezember 6894 Glarnerinnen und Glarner Genossenschafter der Bank.

Neubau im Zentrum


«Die Verantwortlichen der Bank sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden», resümierte Leisinger weiter ein. Die Investitionen in den Bankneubau, die Infrastruktur und ins Personal haben sich gelohnt und werden sich auf die zukünftige Entwicklung positiv auswirken. Leisinger zollte im Namen des Verwaltungsrates den Leistungen der Bankleitung und den Mitarbeitern grossen Respekt. «Sie haben unter erschwerten räumlichen und organisatorischen Verhältnissen beachtliche Ergebnisse erzielt.»

Auch Stefan Hirt, Vorsitzender der Geschäftsleitung, blickte auf die Neueröffnung in Näfels zurück. «Der beeindruckende Aufmarsch der Bevölkerung am Tag der offenen Tür zeigte das grosse Interesse und die Verbundenheit der Glarner Bevölkerung mit unserer Bank.» Durch die Neuorganisation im Zusammenhang mit dem Bezug des neuen Hauptsitzes in Näfels wurden zusätzlich vier neue Stellen geschaffen. Die Bank beschäftigtArtikel zurzeit 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wachstum und Bauboom


Vom Neubau zurück zu den eigentlichen Zahlen konnte Hirt ein Wachstum der Kundengelder von 7,3 Prozent auf 459 Mio. Franken präsentieren. Auch bei den Ausleihungen (+6,2%) und den Hypotheken (7,6%) konnte Rolf Luchsinger, Leiter Kreditberatung, ein erfreuliches Wachstum präsentieren. Von den Hypotheken schlug Luchsinger den Bogen zum Immobilienmarkt. «Gerade im Gebiet Glarus Nord stellen wir noch immer eine ungebremste und rege Bautätigkeit fest.» Für Investoren scheint, nach seiner Meinung, das ganze Glarnerland nach wie vor sehr interessant und attraktiv zu sein. Die Mietpreise sind gegenüber der angrenzenden Region noch immer günstig und die Erschliessung, vor allem in Glarus Nord, durch den Autobahnanschluss und den Bahnhof Ziegelbrücke sehr gut. «Wir stellen im Miet- als auch im Eigentumssegment eine markante Zuwanderung fest.»

Mit dem Ausblick auf die am 19. April anstehende Genossenschaftsversammlung in der lintharena in Näfels, wo rund 1000 Gäste erwartet werden, schloss Hansueli Leisinger die Pressekonferenz.