Neue Jugendwohngruppe wird Anfang Juni eröffnet

Wie bereits berichtet, wird ein Teil des ehemaligen heilpädagogischen Zentrums im Haltli an ein Projekt für betreutes Jugendwohnen vermietet. Die Aufbauarbeiten sind mittlerweile fast abgeschlossen. Das Team, bestehend aus drei ausgebildeten Sozialpädagogen und einem Praktikanten ist bereit, dass am 1. Juni mit der Arbeit begonnen werden kann. Auch die ersten Bewohner sind angemeldet.




Sicherer und zuverlässiger Ort für Jugendliche

Das Jugendwohnen Glarus richtet sich an Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen, welche zuhause nicht mehr wohnen können. Voraussetzung für einen Eintritt ins Jugendwohnen Glarus ist eine funktionierende Tagesstruktur (Lehrstelle, Schule, Praktikum). Ziel des Aufenthaltes ist, die Mädchen und Knaben in ihrer Entwicklung so weit zu unterstützen, dass sie in eine eigenständige Wohnform übertreten können. Auch ein Wohnen in der Herkunftsfamilie kann wieder möglich sein, sofern sich die Situation stabilisiert hat.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Jugendlichen in ihrer Freizeit von professionellen Sozialpädagogen betreut. Die freie Zeit am Abend, an Wochenenden und in den Ferien soll mit einem sinnvollen Programm gefüllt werden. Sport, gestalterische Tätigkeiten, Teilnahme am Vereinsleben, usw. Neben Freizeitbeschäftigungen gehört auch das Erlernen und Festigen von haushälterischen Fähigkeiten wie Kochen, Putzen, Waschen zum Alltag der Jugendlichen. Nicht zuletzt wird auch dem Wahrnehmen der Tagesstruktur und der Erledigung der Hausaufgaben ein grosses Augenmerk geschenkt. Schlussendlich spielt die Herkunftsfamilie ebenfalls eine zentrale Rolle bei der Arbeit mit den Jugendlichen. Aufenthalte zuhause werden mit den Beteiligten geplant und besprochen, um positive Erlebnisse (wieder) zu ermöglichen.

Neuartiges Angebot

Der Kanton Glarus verfügt noch über kein solches Angebot im Bereich des betreuten Wohnens. Die Nachfrage ist aber gross, weil es immer wieder Jugendliche mit unerwünschten Entwicklungsverläufen gibt. Die Zürcher Stiftung Albisbrunn wurde deshalb angefragt, ein Angebot zu machen und das Projekt mit Fachwissen zu unterstützen. Regional ansässige Stiftungen stellen die Anschubfinanzierung des Projektes sicher. Die Projektdauer ist auf drei Jahre ausgelegt. Anschliessend soll das Jugendwohnen Glarus in einer eigenständigen Organisationsform weitergeführt, oder in eine bestehende integriert werden.

www.jugendwohnenglarus.ch