Neue Plakate für alte Problematik

Im Bestreben für weniger Lärmbelästigungen im Ausgang belebt die Gemeinde Glarus ihre Aktion mit neuen Plakaten. Diese wurde von Kantonsschülerinnen aus dem Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten entworfen.



Zwei Jahre sind es nun schon beinahe her, als ein Entscheid der Gemeinde Glarus für grosses Aufsehen sorgte. Aufgrund der zahlreichen Beschwerden wegen Nachtruhestörung wollte die Gemeinde den Gastgewerben ab 22.00 Uhr den Betrieb von Gartenwirtschaften untersagen. Am Grünen Tisch fanden die Wirte, Anwohner und die Gemeinde eine weniger drastische Lösung und ein anhaltender Dialog entstand. Unter anderem war eine der Massnahmen das Aufstellen von Plakaten, um die Gäste auf die gewünschte Nachtruhe aufmerksam zu machen. «Damals musste schnell etwas gefunden werden, also haben wir bei der Stadt Zürich nachgefragt», meinte dazu Gemeindeschreiber Max Widmer. Denn natürlich sei dieses Problem nicht nur auf Glarus beschränkt. Nun werden diese Plakate durch einheimische Erzeugnisse ersetzt. Genauer gesagt, Werke der 5. Klasse der Kantonsschule Glarus mit dem Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten. «Uns war es hier ein Anliegen, die Bevölkerung in die Gestaltung mit einzubeziehen, und um einen frischen neuen Ansatz zu finden», meinte dazu Jacqueline Kalberer, Co-Leitung offene Jugendarbeit der Gemeinde Glarus. Mit der Klasse von BG-Lehrerin Nathalie Bertrand habe man dies in idealer Weise gefunden. «Im Herbst haben wir die gesamte Thematik aufgegriffen, Theorie und Geschichte studiert», verriet Bertrand. In den letzten zwei Monaten haben die rund zehn Schülerinnen und Schüler dann ihre Vorstellungen gestaltet. Diese habe laut Widmer, die Gemeinde eingehend studiert und schliesslich drei für die Verwendung ausgewählt.

Der ganzen Klasse wollte Widmer am letzten Donnerstag aber für die Teilnahme und ihre Engagements persönlich danken, bevor die Gewinnerinnen bekannt gegeben wurden. So werden in Zukunft die Plakate von Christine Kammerecker, Elena Krummenacker und Anna Schanz auf die Rücksichtsnahme im Ausgang und die gewünschte Nachtruhe der Bevölkerung hinweisen.