Wie wichtig Bienen sind, wird erst klar, wenn sie verschwinden. In Markus Imhoofs Film «More than honey» wird dieser Umstand besonders deutlich. Honigbienen leben in mehreren Völkern zusammen – auch die im Kanton Glarus verbreitete schwarze Landrasse. Steckt sich eine Honigbiene an, sind im schlimmsten Fall schnell alle Völker von der Krankheit betroffen. Wildbienen hingegen leben solitär und sind resistenter gegen Krankheiten als Honigbienen. Um sie langfristig anzusiedeln, eignen sich Wohnstätten und Nistgelegenheiten. Zu diesem Zweck hat avoi ein Wildbienenhotel entwickelt.
Aktion «Zweitwohnungen im Glarnerland»
Wer die Förderung der Wildbienen unterstützen will, kann eine oder mehrere Wohnungen in einem Bienenhotel kaufen. Für 20 Franken werden Interessierte also zu stolzen Besitzern einer Glarner Zweitwohnung, die mit dem Besitzernamen gekennzeichnet ist. Familien oder Institutionen können für 80 Franken auch ein ganzes Hotel mit vier Wohnungen erwerben. avoi stellt die Wildbienenhotels ab kommendem Bergfrühling auf geeigneten Alpweiden in Braunwald und Elm auf. Die Wildbienen ziehen schnell in die künstlichen Wohnstätten ein und legen ihre Eier in die extra für sie geschaffenen Nistmöglichkeiten. Diese Hotelgäste sorgen das ganze Jahr über für warme Betten, schlüpfen im Folgejahr und bestäuben danach fleissig eine Vielzahl von Pflanzen. Wer mitmacht, erfährt mehr: Im Sommer lädt avoi die Zweitwohnungsbesitzer nach Elm und Braunwald nicht nur zu Wurst und Brot, Elmer Citro und Adlerpfiff ein, vor Ort erhalten die Besitzerinnen und Besitzer auch ausführliche Informationen über die Bedeutung und die Erfolge ihres Engagements.
Promotion im Glarner Winter
Die Aktion «Zweitwohnungen im Glarnerland» lanciert avoi bewusst in der laufenden Wintersaison. Die Prospekte inklusive Anmeldekarten werden an zwei Februar-Wochenenden bei schönem Wetter in Elm und Braunwald an die Touristen verteilt. Flankierend sind an den Aktionstagen mehrere Hot Spots aufgestellt. Später sind solche Hot Spots auch an weiteren Standorten geplant. «Wir möchten möglichst viele Wintergäste zu Sommergästen im Glarnerland machen», sagt avoi-Präsident Andi Lienhard. Und: «Die selbst finanzierende Aktion ist langfristig aufgestellt, mit einem nachhaltigen Nutzen für die Natur und den Tourismus im Glarnerland. Der Fokus liegt sowohl auf auswärtigen Gästen als auch auf der Glarner Bevölkerung, um auf die Bedeutung der Wildbienen und die ökologischen Zusammenhänge zu sensibilisieren.»
Übungsfirma für Stellensuchende im Kanton Glarus
avoi ist ein Glarner Beschäftigungsprogramm. Bei der Aktion «Zweitwohnungen im Glarnerland» sind alle Abteilungen der Übungsfirma beteiligt. Von der Schreinerei über die Metallwerkstatt und das Textilatelier bis zur Administration bewältigen die 50 bis 70 Kursteilnehmenden alles von A bis Z. Die Idee ist dem Präsidenten Andi Lienhard und dem Geschäftsleiter Mirko Slongo zu verdanken. Fachlich steht avoi der Verein Bienenschule Glarus Süd und das Naturzentrum Glarnerland zur Seite. avoi geht es in erster Linie um die Generierung sinnvoller und zielführender Beschäftigung. Siehe auch www.avoi.ch.
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