Neuer Pioniergeist im Glarnerland

Die Medienworkshops der Glarner Handelskammer erfreuen sich immer mehr grosser Beliebtheit und grossem Interesse. Sie vermitteln sehr viel Wissenswertes über die Glarner Industrie und geben einen tiefen Einblick in die jeweiligen Unternehmen. So auch beim Besuch im Linthpark Glarus Süd.



«Vor rund zehn Monaten führten wir unseren Medienworkshop in der lintharena in Näfels, dem Tor zum Glarnerland, durch. Heute treffen wir uns im Linthpark Glarus Süd, in Linthal, am Ende eines Tales mit vielen initiativen und innovativen Unternehmungen.» Peter Beglinger, Vorstandsmitglied der GLHK, begrüsste die zahlreichen Teilnehmer im Forum des Linthparkes. «Grösser könnten hier die Unterschiede nicht sein, aber sie haben trotzdem eines gemeinsam: Sie zeigen auf, dass im Glarnerland nach wie vor ein starker und zeitgemässer Pioniergeist herrscht.»

Dank Umnutzung 60 neue Arbeitsplätze


«Wasserkraft birgt Zukunft, und im wesentlichen nur dank dieser Wasserkraft war es uns möglich, dieses Projekt Lintpark Glarus Süd überhaupt zu realisieren.» Hans-Peter Keller, Geschäftsführer der Spinnerei Linthal AG, betonte in seiner kurzen Begrüssung im Forum, dass dies nebst Unternehmertum und einer gewissen Risikobereitschaft die Gründe waren, diese Ziele auch zu verwirklichen. Zurzeit laufen rund 40 Mietverhältnisse, die rund 75 Prozent der verfügbaren Nutzfläche abdecken. «Mit rund 60 neuen Arbeitsplätzen haben wir annähernd den Stand erreicht, als wir damals die Arbeit in der Spinnerei beenden mussten.» Keller betonte, dass zurzeit Abklärungen für den Weiterausbau des Gesundheitszentrums von 400 bis 600 m2 in Abklärung sind. «Unter dem Projektnamen Vitao evaluieren wir mit Unterstützung von namhaften Fachunternehmen die Umnutzung von grossen Teilen der ehemaligen Spinnereigebäude zu einem Generationen-Wohn-Park. Die Linthpraxen Gmbh, Fridli Holz GmbH, Bernegger Elektro AG, die Spinnerei Linthal AG mit dem Wasserkraftwerk und die Linth Art & Consulting AG sind nebst dem Suworow-Museum und WalcherBild Gmbh wichtige Mieter im Linthpark. Ein interessanter und vor allem spannender Mix an Firmen und Institutionen. Das Forum, ein sehr universeller Raum, könne, so Keller, auch von Vereinen, Institutionen und Privaten kostenlos genutzt werden. «Wir haben diesen Raum schon oft zur freien Nutzung zur Verfügung stellen können und sind bei Interesse gerne bereit, diesbezüglich zusätzliche Auskünfte zu geben.»

Bildergalerie und Foto-Studio

Der Rundgang mit der Besichtigung der verschiedenen Firmen, nicht zu vergessen auch ein Coiffeur-Salon und ein Laden mit Bastelartikel befinden sich im ebenfalls Areal, begann im Gesundheitszentrum der Linthpraxen. Zahnarzt-, Arztpraxis, Kieferorthopädie, Physiotherapie, Massage und Ernährungsberatung sind die vorhandenen Bausteine des Zentrums, wie Ernst Fasol den Besuchern erklärt. Erst seit Kurzem im Linthpark eingezogen ist der Glarner Fotograf Fridolin Walcher mit seinem Studio. «Der Standort ist für mich ideal, vor allem in Verbindung mit Braunwald, wo im Kulturcafé BSINTI ein Zentrum für alpine Fotografie im Entstehen ist.» Nach einem Blick in die Zentrale des Wasserkraftwerkes betraten die Besucher im wörtlichen Sinne eine andere Welt. Die Bilder der Künstlerin Tatjana Tizian, die sich im Besitz der Linth Art & Consulting AG befinden, sind in zwei grossen ehemaligen Hallen der Spinnerei zu besichtigen. «Die eindrücklichen Bilder zeigen nebst der Kraft der Farben, der Vielfalt der Motive auch einen tiefen Einblick in die Seele der Künstlerin.» Heinz Martinelli, Leiter Wirtschaft und Arbeit beim Kanton Glarus, ist tief beeindruckt von dieser Galerie und wie er betont, könne er es sich gut vorstellen, in Zukunft mit seinen Gästen diese Ausstellung und den Linthpark als Vorzeigemodell zu besuchen.