Neuer Zuschauerrekord am Kerenzerbergrennen

Die Veranstalter des Kerenzerbergrennens blicken auf eine erfolgreiche Veranstaltung zurück. Mit 220 Autos und 50 Motorrädern knüpft das volle Starterfeld an die Vorjahre an. Für einen neuen Zuschauerrekord am Sonntag sprechen die vollen Zuschauerzonen an der Rennstrecke oder beim Start im Dorf Mollis, bei der «Waid». «So viele Zuschauer gab es das letzte Mal damals in den 1960er-Jahren, als das Kerenzerbergrennen seine Geburtsstunde hatte», äussert sich Franz Leupi, Vizepräsident des OK begeistert. Wohl niemand kann das besser beurteilen. Leupi hat seit dem ersten Kerenzerbergrennen 1967 keine Durchführung verpasst.



Ruedi Stoop auf Ford Mustang Shelby GT350 BJ 1965 (Foto Franz Leupi)
Ruedi Stoop auf Ford Mustang Shelby GT350 BJ 1965 (Foto Franz Leupi)

Die Fans kamen auf ihre Kosten 

Wiederum stand der Kerenzerberg im Zeichen von Nostalgie und Motorsport. Die Motoren liefen heiss, doch das Wetterglück liess bis Samstagmittag auf sich warten. Danach waren es perfekte Bedingungen und diese lockten vor allem am Sonntag viele begeisterte Motorsport- und Oldtimerfans an die Rennstrecke. Das spektakuläre Showprogramm mit dem APE Dreirad Rossati oder auch die schnellste Badewanne der Welt haben sich erneut als Publikumslieblingen erwiesen. Das interessante und sehr vielseitige Starterfeld, welches gut durchmischt aus Vorkriegs-Modellen, Motorrädern, Tourenwagen oder Formel-Fahrzeugen bestand, versprühte Nostalgie und liess die Herzen der eingefleischten Motorsport- und Oldtimerfans höherschlagen. Selbst Fahrzeuge waren am Start, die bereits bei den ersten offiziellen Durchführungen in den 1960er-Jahren bei der «Waid» am Start standen. Zu einem besonderen Highlight und zu einem Erlebnis, das nicht so schnell vergessen gehen wird, wurde für einige Zuschauerinnen und Zuschauer die gebuchten Taxifahrten in einem der Hochleistungs-Elektroautos Hyundai IONIQ 5 N, oder in den Hyundai i30 N TCR. 

Das Fazit ist durchwegs positiv 

Zufrieden äussert sich OK-Präsident, Peter Rufibach: «Die Rückmeldungen der Teilnehmenden und des Publikums war durch das Band sehr positiv. Das ist gegenüber dem ganzen OK und den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern eine sehr grosse Wertschätzung». Hinter diesem Grossanlass, der während einem Jahr geplant und organisiert wird, stecken unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden. «Ich bin sehr stolz und glücklich, dass das Rennwochenende reibungslos und vor allem auch ohne grössere Zwischenfälle über die Bühne gegangen ist», so Rufibach. Auch Franz Leupi ist mit der Durchführung sehr zufrieden. «Unser fahrendes Museum, welches wir wiederum an den «Chirezer» gebracht haben, hat meine Erwartungen erfüllt und sogar übertroffen. Auch wenn das Rennen ohne Zeitmessung stattgefunden hat und nicht die Bestzeiten und Siege im Fokus standen, ist die gelebte Zeitgeschichte bei den Fahrerinnen und Fahrern und auch beim Publikum immer noch spür- und erlebbar.» 

Wie geht es weiter mit dem Kerenzerbergrennen 

Nach dem Rennen ist bekanntlich vor dem Rennen. Doch den Zweijahresrhythmus wird das OK für die nächste Austragung nicht beibehalten. Die Region wird im Jahr 2025 veranstaltungstechnisch bereits stark gefordert sein. Somit wird die Durchführung vom Kerenzerbergrennen im Jahr 2026 ausgesetzt und frühstens im Jahr 2027 in den Veranstaltungskalender aufgenommen. Das OK wird zeitnah informieren und bedankt sich bei den treuen Fans, Sponsoren, den Teilnehmenden und den Helferinnen und Helfern für das Vertrauen. 

Kerenzerbergrennen – Rennsport mit Geschichte 

Das Kerenzerbergrennen war in den Jahren 1967 bis 1970 einer der schönsten Rennevents. National und international bekannte Rennfahrer liessen es sich nicht nehmen, am Kerenzerbergrennen zu starten. Im Jahr 2018 lebte das Kerenzerbergrennen unter dem neuen Organisationskomitee wieder auf und wird im Zweijahresrhythmus durchgeführt. Der Start ist originalgetreu beim Restaurant Waid in Mollis. Die 3,17 km lange Strecke führt mit vier Spitzkehren und schnellen Passagen mit geschwungenen Kurven bis zum Weiler «Fohrenwald». Das Rennen wird als Demonstrations-veranstaltung ohne Zeitmessung durchgeführt. Am Start stehen historische Rennfahrzeuge bis Jahrgang 1993. Das OK legt grossen Wert darauf, den Motorsportfans an der Rennstrecke einen grossen Mix an seltenen Sammlerstücken, teils restauriert oder nichtrestauriert, in ihrem Originalzustand zu präsentieren. Die Fahrzeuge stammen aus unterschiedlichsten Epochen unserer Zeit. Weitere interessante Demo-Fahrzeuge erhöhen die Attraktivität des Rennens. Am Kerenzerbergrennen 2024 standen rund 200 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Der Eintrittspreis beträgt seit der ersten Austragung bis heute 5 Franken.