In einer Presseorientierung im kleinen Rahmen im Kunsthaus Glarus orientierte der Präsident des Glarner Kunstvereins, Kaspar Marti, die anwesenden Pressevertreter über die Nachfolgerin der bis Ende 2007 amtierenden Direktorin Nadia Schneider. Aus insgesamt 34 Bewerberinnen und Bewerber fiel am Schluss der Entscheid der Kommission auf Sabine Rusterholz.
Kunsthaus Glarus fest in Frauenhänden
Wie Marti zu Beginn informierte, ist Nadia Scheider die dritte Direktorin des Kunsthauses. Sie verlässt Glarus nach sechs Jahren in Richtung Genf. Seit gut zwei Jahren ist die Bezeichnung für diese Position im Kunsthaus Glarus Direktoren, da die Aufgaben weiter gehen als die einer Kuratorin. Heute obliegen diesem Amt auch die organisatorischen Aufgaben und zur Finanzierung der verschiedenen Ausstellungen auch die Suche nach den entsprechenden Sponsoren, respektive Geldmittel. Jährlich fliessen pro Jahr gut 150.000 Franken an Sponsorengelder in die Kasse des Kunsthauses. Zusammen mit dem Kulturbeitrag des Kantons kann das Kunsthaus seiner nationalen Reputation gerecht werden. Seit 1992 sind Frauen an der Spitze des Kunsthauses, auf Anette Schindler folgte Beatrice Ruf und bis Ende dieses Jahres Nadia Schneider.
Von Solothurn nach Glarus
Auch die nächste Direktorin des Kunsthauses wird wieder eine Frau sein, die sich gegen 33 Mitbewerberinnen und Bewerbern durchsetzen konnte. Weder das jugendlichen Alter noch die Wurzeln, die ins Glarnerland führen, waren nach Aussage von Marti für den Entscheid für Sabine Rusterholz ausschlaggebend. Die neugewählte Direktorin des Kunsthauses Glarus ist zur Zeit als wissenschaftliche Assistentin im Kunsthaus Solothurn angestellt und organisiert in dieser Funktion jährliche eine eigene Ausstellung. Bereits vor ihrer Bewerbung hat sie das Kunsthaus verschiedentlich – erstmals 1997 anlässlich einer Ausstellung ihres Grossonkels Paul Fröhlich – aufgesucht. Das Kunsthaus Glarus verfügt in der Kunstszene weit über die nationalen Grenzen hinaus ausgezeichneten Ruf. Rusterholz hat in Zürich Kunst und in den Nebenfächern Soziologie und Ethnologie studiert und sie wird nach eigenen Aussagen versuchen die Kontinuität der letzten Jahre fortzusetzen. Allerdings möchte sie auch eigene Ideen einbringen und vor allem mit den ausstellenden Künstlern enge Kontakte pflegen, denn sie arbeite sehr gerne persönlich mit den jeweiligen Künstlern zusammen. Allzuviel wollte die neugewählte Direktorin, die ihr Amt am 1. April 2008 antritt über ihre Ziele nicht verraten. Es ist geplant, dass eine erste Ausstellung und Vernissage imJuni 2008 von ihr organisiert wird. Im übrigen handelt es sich um eine 50ig Prozent Stelle, sodass sie noch Zeit findet, ihre Dissertation abzuschliessen.
Die Verantwortlichen des Kunsthauses Glarus haben mit der Wahl der noch jungen Sabine Rusterholz Mut gezeigt und sind dem seit Jahren eingeschlagenen Weg konsequent treu geblieben.





