Neujahrskonzert der Sarganserländer Musikanten

Ein beliebter Treffpunkt zum Jahresanfang ist jeweils das Benefizkonzert der Sarganserländer Musikanten in der Aula der Kantonsschule Glarus. Man trifft sich, gratuliert sich und geniesst das immer wieder sehr vergnügliche Konzert.




Wer am Neujahrskonzert einen guten Platz ergattern will, muss sich früh in der Aula einfinden. Schon längere Zeit vor Konzertbeginn war das Lokal bis auf den letzten Platz besetzt, nicht zuletzt von einem treuen Stammpublikum. Seit fünf Jahren leitet Dirigent Patrick Gründler die Sarganserländer Musikanten. Er führte die 19 Musikantinnen und Musikanten souverän und sympatisch durch das 90 Minuten dauernde abwechslungsreiche Programm. Das Gesangsduo Beatrix und Armin Imhof setzte mit seinen kräftigen Stimmen musikalische Glanzpunkte in einigen Walzern und Polkas. Speaker René Good führte charmant und gekonnt durch das vielseitige Programm. Untermalt wurden die Vorführungen durch eine eindrückliche Dia-Show auf Grossleinwand.

Die «Königsdisziplin» der Sarganserländer ist die böhmische Musik. Lustvolles Musizieren, eine solide Vorbereitung, ein vielseitiges Repertoire und ein homogener Klangkörper sind ihre musikalischen Qualitäten. Nach einem fulminanten Beginn mit dem Marsch «Königsklänge» erklangen bekannte und unbekannte Polkas und Walzer, wie Ernst Moschs «Mondschein an der Eger» oder die «Wanderfreunde-Polka», aus der Feder von Nick Loris, in der vor allem die virtuosen Passagen der Tenorhörner auffielen. In «Bohemian Lovers» brillierten die Solisten Hannes Jung, Trompete, und Peter Böni, Tenorhorn. Ganz besonders gefiel die schön gestaltete Aufführung von Anton Borovickas «Gablonzer Perlen».

Dass sie auch anders können, zeigten die Sarganserländer Musikantinnen und Musikanten mit der gefälligen Darbietung von Frank Sinatras Popsong «Something Stupid» und dem Ausflug in die Rock-Welt mit «Brass Machine» von Mark Taylor.

Mona Jud stellte sich als neue Präsidentin der Sarganserländer Musikanten vor und richtete ihren Dank an die Sponsoren und Helfer, den Dirigenten und die Musikanten. Der Erlös des Neujahrskonzertes geht jeweils an eine gemeinnützige Institution. Dieses Jahr geht der Beitrag an das Fridlihuus in Glarus, das von der Leiterin Maria Maassen kurz vorgestellt wurde.

Mit dem grossen Finale «Bis bald auf Wiedersehn», dem obligatorischen Radetzkimarsch, und zwei weiteren Zugaben ging das sehr unterhaltsame, vom Publikum mit Standig Ovations belohnte Konzert zu Ende.

Bei einem von der Gemeinde Glarus gespendeten Apéro konnte anschliessend die Gelegenheit benutzt werden, auf das neue Jahr mit guten Wünschen anzustossen und offensichtlich wurde die Gelegenheit reichlich genutzt.