«Nicht Landesgrenzen, sondern Werte machen die Schweiz aus»

An der Nationalfeier beim Landesplattenberg Engi blickte Regierungsrat Benjamin Mühlemann auf die Willensnation Schweiz. Ein Gottesdienst und Führungen durch das ehemalige Schieferbergwerk rundeten den gelungenen Anlass ab.




Mühlemann an seiner 1.-August-Ansprache beim Landesplattenberg in Engi. Es seien Werte, die für ihn genauso für unsere Nation stehen, wie viele sonst genannte Tugenden. Sie hätten es der Schweiz immer wieder möglich «Mut und Pioniergeist prägen schon seit 1291 die Schweiz», betonte Regierungsrat Benjamin gemacht, auch aus Krisen gestärkt hervorzugehen. «Vielleicht befinden wir uns zurzeit auch in einer ähnlichen Phase. Wenn wir den aktuellen Problemen mit Mut statt Reaktionismus begegnen, hat das Modell Schweiz auch in Zukunft sehr gute Chancen.» Als Willensnation stand dabei die Schweiz zudem immer für den Zusammenschluss von Menschen, die gleiche Werte und Ansichten teilten. Hier sieht Mühlemann ebenfalls eine Verbindung zur Gegenwart. «Auch heute machen nicht die Landesgrenzen, sondern gemeinsame Werte die Schweiz aus.» Zudem sieht er in der Zusammenarbeit mit den Nachbarländern einen Erfolgsfaktor. «Die Schweiz hat Neutralität nie mit Abschottung verwechselt, sondern schon von Anfang an eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Ausland betrieben.» Egal was aktuell gerade in der EU passiert, ganz ohne diesen Partner geht es eben doch nicht. Pfarrer Beat Wüthrich blickte bei seinem Gottesdienst auf die Beziehung zwischen Gott und Mensch, wobei Gott hier bewusst dem Menschen den freien Willen und damit aber auch die Verantwortung über sein Handeln gegeben hat. Somit habe die Menschheit nach wie vor die Verantwortung über Probleme und Geschehnisse und müsse sich selbstständig für das Gute entscheiden.

Dass im Kleintal nicht in Elm, sondern in Engi gefeiert wurde, ist ein Novum, welches schon im letzten Jahr angeschoben wurde. In Zukunft soll die Nationalfeier, welche von der Elm Ferienregion mitorganisiert wird, im Wechseln in allen drei Dörfern im Sernftal durchgeführt werde. 2019 stehe dabei die Feier in Matt auf dem Programm, bevor es 2020 wieder zurück nach Elm geht.