Nicht nur mit dem Helikopter geht’s aufwärts

Das Projekt erster Schweizer Helikopter geht für Marenco AG weiter gut voran. Um für die Produktion des SKYe SH09 bereit zu sein, fand am letzten Mittwoch der Spatenstich für eine neue Halle am Flugplatz Mollis statt.




Positives konnte Martin Stucki, Geschäftsleiter Marenco AG, am vergangenen Mittwoch über den ersten in der Schweiz entwickelten Helikopter berichten. «Aktuell ist der Prototyp 2 in der Wartung, die Tests gehen aber zügig voran.» Bereits konnten Flüge in 3000 Fuss Höhe mit einer Geschwindigkeit von 70 Knoten absolviert werden. Der SKYe SH09 werde nun in beiden Bereichen die Zahlen stetig steigen. «Nun geht es aber auch, für die Produktion bereit zu sein.» Denn bereits sind zahlreiche Bestellungen zum Beispiel von der Air Zermatt eingetroffen. Um die Helikopter auch liefern zu können, fand am letzten Mittwoch der Spatenstich für die Produktionshalle auf dem Flugplatz Mollis statt. Hier entsteht in gut einem Jahr eine Halle mit dem Grundriss von 75 auf 40 Meter, in welcher dann später die Endmontage des SKYe SH09 stattfinden wird. Nicht nur Stucki auch Regierungsrätin Marianne Lienhard im Namen des Kantons Glarus und Martin Laupper als Gemeindepräsident Glarus Nord, freuten sich über die Entwicklungen bei diesem ambitionierten Projekt. «Das Glarnerland kann sich wieder ein weiteres Mal als Pionier in einer industriellen Branche präsentieren», meinte dazu Laupper. Lienhard träumte sogar ein bisschen über ein Zentrum für Aviatik im Glarnerland. Stucki zeigte sich von seiner Seite sehr glücklich über die Zusammenarbeit mit Kanton und Gemeinde. «Gerade im Vergleich zu anderen Institutionen sind die Wege hier viel einfacher und kürzer.» Besonders was die Luftfahrt betrifft sei die Flut von Vorschriften und Vorgaben fast überwältigend. «Es ist hier nicht einfach, sich auf das eigentliche Ziel zu konzentrieren.»

Eine Besonderheit der neuen Halle verriet der Architekt Renato Leuzinger noch kurz vor dem symbolischen Spatenstich. «Die Tragkonstruktion wird aus Holz sein.» Das traditionelle Bauelement soll dabei ein spannender Kontrast zum Hightech-Produkt darstellen.