Bereits 40 Minuten vor Konzertbeginn waren die regulären Plätze der Aula fast voll besetzt. Etliche konnten dem Konzert nur auf einer der beiden Treppen zu Seiten der Aula sitzend folgen. Auch die Bühne liess keinen Raum mehr frei: Das Orchester „Con brio“ und der verstärkte Männerchor Hätzingen-Luchsingen brachten es zusammen auf 150 Mann (und Frau). In sechs Reihen und in kleidsames Schwarz gehüllt sangen sie aus Leibeskräften.
Beliebte Melodien aus Oper und Operette
Das Programm war hälftig zusammengesetzt aus beliebten Melodien aus Oper und Operette sowie der Stilrichtung, mit der man das Regionalorchester „Con brio“ verbindet, dem Wiener Walzer. Einige Stücke wie das Finale aus Giuseppe Verdis „Aida“, Stücke aus der „Carmen-Suite“ von Georges Bizet und der bekannte Walzer „Der Schlittschuhläufer“ von Émile Waldteufel dirigierte Mathias Elmer, der auch bei anderer Gelegenheit das Orchester leitet. Gewisse Stücke hingegen wie der „Gefangenenchor“ aus Verdis „Nabucco“, „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss – übrigens mit Gesang – und das bekannte Wolgalied („Es steht ein Soldat am Wolgastrand“) von Franz von Léhar mit dem Gesangssolisten Remo de Rocchi leitete Vreni Lins, die Dirigentin des Männerchors Hätzingen-Luchsingen. Am Schluss des Konzerts stand ein Medley beliebter Melodien aus dem Singspiel „Im weissen Rössl (am Wolfgangsee)“, mit Liedern wie „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“ und „Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein“.
Der gemischte Ad-hoc-Chor setzte sich zusammen aus Sängerinnen und Sängern aus dem Glarnerland, dem Heidiland und den Bezirken March und Gaster. Er sang mit einer Kraft, die schlicht umwerfend war. Der Chorklang war schön und homogen. Ein halbes Jahr lang hat er für diese aus vier Konzerten bestehende Tournee geprobt. Dafür, dass Laien spielten und sangen, war es eine absolut hervorragende Leistung. Das Publikum geriet aus dem Häuschen, wollte Zugaben hören, und den Abschluss machte – traditionell bei Konzerten des „Con brio“ – der „Radetzkymarsch“, bei dem das Publikum, ganz nach Vorbild des Neujahrskonzerts in Wien, mitklatschte. Fürwahr ein grosser Abend, den man sich am Samstag, den 2. Januar um 20.00 Uhr in der reformierten Kirche von Linthal noch einmal zu Gemüte führen kann




