Niederurnen benötigt mehr Schulraum

Die erwarteten grösseren Schülerzahlen in Niederurnen verlangen nach mehr Schulraum. Mit dem Projekt «Linth-Escher 2020» soll nun mehr Schulraum geschaffen werden.




Die Schülerzahlen in Niederurnen steigen schnell an. Hatte man das bisher eher in Näfels erwartet, ist es jetzt Niederurnen, das bald mehr Schulraum braucht. Der Gemeinderat Glarus Nord hat sich angesichts des erwarteten Bevölkerungszuwachses gegen ein Provisorium mit Containern entschieden und eine Projektstudie in Auftrag gegeben, die Lösungen auf dem Areal des Linth-Escher-Schulhauses aufzeigen soll. Wie Gemeinderat Kaspar Krieg an einem Informationsanlass am Montagabend im Singsaal des Schulhauses Linth-Escher ausführte, wird als Sofortmassnahme für 380 000 Franken der Steingarten im Innenhof überdacht und ausgebaut, damit dort der Kopierraum eingerichtet werden kann. Damit gewinnt man in der Schulanlage Linth-Escher ein zusätzliches Klassenzimmer.

Zwei Neubauten

Über die Projektstudie «Linth-Escher 2020» informierte Manuel Gross von der KNTXT Architekten GmbH aus Zürich. Vorgeschlagen werden auf dem Areal Linth-Escher zwei Neubauten: ein zweigeschossiger Anbau sowie ein einstöckiger Neubau mit drei Kindergartenräumen. Für den zweigeschossigen Anbau müsste der alte bestehende Kindergarten abgerissen werden. Im Neubau könnten sechs Klassenzimmer eingerichtet werden. Das Projekt enthält weitere Umnutzungen und Änderungen für Werkraum oder Schulküche. Die Gemeindeversammlung von Glarus Nord hat im Juni über einen Planungskredit von 450 000 Franken zu befinden. Bereits im Herbst 2018 soll der Stimmbürger über die Baukosten von rund 9,7 Millionen Franken befinden können.

Straffer Terminplan

Die Diskussion am Informationsanlass wurde recht rege benutzt. So wurden die Kosten für die Aussenarbeiten als zu hoch taxiert oder es gab es Änderungsvorschläge für den Standort des Kindergartenneubaus. Ein Votant sprach von einem grossen Attraktivitätsverlust für die turnenden Vereine bei den Aussenanlagen. Es wurde aber zugesichert, dass die Projektstudie nicht sakrosankt ist, das heisst, im definitiven Bauprojekt noch geändert werden kann. Der Terminplan ist sehr straff ausgelegt: Wird im Herbst der Baukredit gutgeheissen, sollen sofort die Bauarbeiten beginnen, denn man rechnet mit einem Bezug der Neubauten im Jahr 2020.