Noch einmal Glück gehabt

Vergangene Nacht wurde der Kanton Glarus von einem langanhaltenden und intensiven Gewitter heimgesucht. Die Niederschalgasmengen waren auch dieses Mal sehr ergiebig und es fehlte nicht viel, und an verschiedenen Orten wäre die Linth über ihr Ufer getreten. Doch gegen morgen verbesserte sich die Lage, sodass das Glarnerland einmal mehr mit einem blauen Auge davongekommen ist.



in nach wie vor die Kraft des Wassers zu sehen (Bild:e ehuber)
in nach wie vor die Kraft des Wassers zu sehen (Bild:e ehuber)

Wie von den Verantwortlichen zu erfahren war, stand die Situation in der vergangenen Nacht auf der Kippe. Es hat nicht viel gefehlt, und es wäre nötig gewesen, Alarm auszulösen. An verschiedenen Orten stieg der Pegel bis knapp unter die ominöse Grenze und zeitweise war zu befürchten, dass die örtlichen Feuerwehren aufgeboten werden müssten, die überall in Bereitschaft standen.

Damm beim Linthboden in weggespült

Die vergangenen Niederschläge haben auch an der Linth Spuren hinterlassen. Beim Ennendaner Kraftwerkbau am Linthboden wurde schon zum zweiten Male der aufgeschüttete Damm weg gespült. Nur noch einige grosse Brocken wehren sich gegen die grosse Wucht der Linth. Zum Leidwesen der Unternehmung hat die Linth auch den Kanal Richtung Walzmühle geflutet.

Infolge eines Temperaturrückganges in der vergangen Nacht, waren heute früh die Gipfel der Glarner Alpen mit Schnee bedeckt. Nicht üblich zu dieser Jahreszeit, sondern eher ungewohnt, wie die Meteorologen meldeten.

Während der Sommer im Glarnerland auf sich warten lässt, werden die Schlagen am Gotthard immer länger. Aber noch besteht Hoffnung, denn der Sommer, sofern er noch kommt, dauert ja noch einige Wochen.