Noch keine Entscheidung in Glarus gefallen

Im ersten Wahlgang um den oder die NachfolgerIn des amtierenden Gemeindepräsidenten von Glarus, Mathias Jenny, ist noch keine Entscheidung gefallen. Keine der vier KandidatInnen konnten das absolute Mehr von 721 Stimmen erreichen. Dies hat zur Folge, dass in zwei Wochen, am 01. Juli ein zweiter Wahlgang nötig wird.



Noch bleibt das Fragezichen: ein zweiter Wahlgang um das Präsidium in Glarus wird nötig (Bild: jhuber)
Noch bleibt das Fragezichen: ein zweiter Wahlgang um das Präsidium in Glarus wird nötig (Bild: jhuber)

Bereits im Vorfeld der Wahl wurde heftig spekuliert, wer von den vier Bewerbern um die Nachfolge von Mathias Jenny wohl über die beste Ausgangslange verfügt. Weitgehend war aber die Meinung vertreten, dass es bei dieser Wahl mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einem zweiten Wahlgang kommen würde. Dies wurde nun mit dem heutigen Wahlergebnis auch bestätigt.

Andrea Trümpy klar in Front

Als erste Etappensiegerin darf in diesem doch mit Spannung erwarteten Wahlkampf Andrea Trümpy bezeichnet werden. Sie erhielt insgesamt 576 Stimmen, verfehlte aber das absolute Mehr von 721 Stimmen trotzdem recht deutlich. Dass überhaupt eine Kandidatin oder ein Kandidat im ersten Wahlgang gewählt würde, war zum vorherein äusserst fraglich. Was erstaunt ist sicher, dass die übrigen drei Bewerber um dieses Amt stimmenmässig äusserst nahe beisammen liegen. So haben Euphemia Elmer 256, Kurt Hauser 240 und Marc Brunner 235 Stimmen erhalten, ein Unterschied von nur gerade 21 Stimmen. Vor allem ist der grosse Abstand zwischen Andrea Trümpy und den übrigen drei KandidatenIn doch recht hoch. glarus 24 ist bekannt, dass sowohl Andrea Trümpy als auch Marc Brunner den zweiten Wahlgang bestreiten werden. Noch ist nicht klar, ob auch Euphemia Elmer nochmals in den Wahlkampf eingreifen wird. Eine Entscheidung wird sie erst nach reiflicher Überlegung und Abschätzung der Lage fällen.

Klare Wahl von Christian Marti als Gemeinderat

Wesentlich weniger umkämpft war die Wahl eines neuen Gemeinderates. Durch den Rücktritt von Vizepräsident Fridolin Brunner musste an diesem Wochenende auch ein neues Mitglied in den Gemeinderat von Glarus gewählt werden. Nebst Christian Marti (FDP) bewarb sich auch Pascal Tschudy (Grüne) um diesen vakanten Posten. Diese Wahl wurde aber sehr klar mit 856 Stimmen zu Gunsten von Marti entscheiden. Er erreichte auch deutlich das absolute Mehr von 578 Stimmen.

Die Stimmbeteiligung in Glarus betrug 41.25 Prozent und lag damit weit über dem schweizerischen Durchschnitt von lediglich 35.8 Prozent bei der Abstimmung zur IV-Revision. Diese wurde im übrigen mit klaren 59.1 Prozent von den Schweizer StimmbürgerInnen gutgeheissen.