Ein Grossteil dieser Ziele lag im Tessin, war ein geliebtes Ferienhäuschen samt Umfeld voller Deutschschweizer, die irgendein kleines Anwesen in der Südschweiz erworben hatten und alles sorgsam pflegten. Deville zählte auf: Pool, Skilift, Kastanien im Keller, Francesco als lieber Nachbar, Schafhaltung der besonderen Art, eine Vielzahl verstorbener Hunde, das ergreifende Schicksal mongolischer Rennmäuse, eine bellende Katze, ebenfalls verstorben und begraben, Geschichten zum Gotthardtunnel samt Bau und Stau, unerschöpfliche südlich angehauchte Fülle weiterer Überraschungen. Deville flunkert drauflos; in irrem Tempo, witzig und ebenso vorwitzig, zuweilen rotzfrech, unüberhörbar zuordnend.
Er begann, mit seltsamen Handschuhen versehen, in einem kleinen Meer farbiger Lampen, Stimmen aus dem Off, tanzend, mit herzlichen Worten. Ein Teil seiner Geschichte hat mit Auftritten im Glarnerland zu tun, es seien das Hotel «Schwert» in Näfels und das Jahr 2014 erwähnt, es schlossen weitere Aufführungsorte an. Es gab dann bis zum Kunsthauskeller einen riesigen Weg, der mit Fernsehpräsenz und einer gut vernehmlichen Fülle, ja Überfülle an Erfahrungen, Begegnungen zu tun hat.
Deville stellt pointiert fest, was sich da alles ereignet hat. Er erwähnte Mona Vetsch und deren allumfassende Präsenz, es gab bei diesem Ausführen fast keinen Halt mehr, so übermächtig scheint diese Mona gewesen zu sein, er zauberte sie sogar auf einen Stuhl im Keller hin.
Er erwähnte andere, deren Namen jedem rumzappenden Fernsehkonsumenten bekannt sind. Er kam auf die Billag-Initiative und die Halbierungsinitiative zu reden und zeigte, wie die SRG-Kanäle 1 – 6 belegt würden, unter anderem mit einem Info- und, als Gegenstück, einem Desinfo-Kanal. Er wies auf Einschaltquoten hin; die zwei «M», wie «Meteo» und «Mona», nehmen Spitzenplätze ein.
Dann war Zeit für den langen, langen Weg ins Tessin und das hingebungsvolle Verweilen in einem – vielleicht – fiktiven Häuschen. Es gab einen langen Exkurs über die damaligen Tunnelbauer, die anno 1843 unter dramatischen, unsozialen Bedingungen tätig waren. Devilles Credo für den südlichsten Kanton war echt flammend, wuchtig, verspielt, höchst unterhaltsam.
Es gab dann den Abstecher zum Rauschgiftkonsum, zur Reinheit des Kokains, zum notwendigen Aufklären der Jugend – diesmal in Zürich.
Und – schwupps – war man schon wieder im Tessin, erfuhr einiges über schrumpfende Schafe, die Kleinheit des Wohnens und der näheren Umgebung.
Derville weihte einen in den Friedhof der Kuscheltiere, die rumschwirrenden Mücken-Schafe und anderes ein.
Seine weite, von vielen Munterkeiten und zuweilen bissigen Anmerkungen geprägte Reiseführte zu seiner Mutter, zu Deutschland, zu einer Vielzahl von Hunden, die seine Mutter gerettet und in die Freiheit geführt hatte. Es gab eine richtige Ahnengalerie dieser Vierbeiner, samt Vornamen wie Archibald, Sorella, Theo, Copain, Klärli und Kiwi. Die Rede kam auf eine Katze, die sich als Hund zu bewähren wusste, sogar deren Laute, quasi die Hundesprache, annahm.
Die momentane Weltlage brachte es mit sich, dass Deville auf verschiedenste Alarmierungssystem in und um unser Land zu reden kam, dass er unnachahmlich geschickt aufzeigte, wie wo alarmiert wird.
Viele Schicksale und Begebenheiten wusste er zusammenzuflechten, in kecker, wirbliger, unterhaltsamer Weise. Es schien endlos, bis die Rede auf jenes Äffchen kam, das in Basel kurz Geschichte machte, das war – nach vielen Irrungen und Deville geprägten Verwirrungen – ein richtig versöhnliches Happyend, das aber kaum Bestand haben wird; Deville macht gewiss weiter mit dem riesigen Strauss an bunten Geschehnissen.
Deville hätte noch lange erzählen und ausspielen können, in willkommen unterhaltsamer, witziger, geschickter Art. Es war ein echt bewegendes Begegnen, gespickt mit zuweilen leichter Dramatik, Wehmut, Tatsachen, Halbwahrheiten, enorm Farbigem.
Fortgesetzt wird das mit weiteren Angeboten der Kulturgesellschaft Glarus, darauf wird in den Medien und anderswo gerne hingewiesen, es war auch Teil der herzlichen Begrüssung.








