Für unseren Betrieb ist ein funktionierender Winterbetrieb der Sportbahnen Elm existenziell. In der Wintersaison generieren wir mehrere hundert Übernachtungen, die ohne ein verlässliches Angebot der Bergbahnen nicht mehr möglich wären. Davon hängen Arbeitsplätze, Investitionsentscheide und die langfristige Perspektive unseres Unternehmens ab.
In den vergangenen Jahren haben wir Millionen investiert – im Vertrauen darauf, dass die demokratisch beschlossene Stossrichtung Bestand hat und die touristische Kerninfrastruktur in Elm gesichert ist. Ein grosser Teil unserer Investitionen floss in Sanierung und Umbau; rund 90% der Arbeiten wurden durch lokale oder im Kanton ansässige Unternehmen ausgeführt. Die Wertschöpfung im Kanton zu halten, war für uns ein zentrales Anliegen.
Als Bauunternehmer weiss ich aus eigener Erfahrung: Mehrjährige Verzögerungen führen nicht nur zu Kostensteigerungen, sondern untergraben die Tragfähigkeit eines Projekts insgesamt. Ab einem gewissen Punkt kippt ein Vorhaben von «herausfordernd» zu «nicht mehr verantwortbar».
Aus meiner Sicht ist dieser Punkt zeitlich sehr nahe gerückt. Ein weiterer Aufschub des Baustarts erhöht das Risiko erheblich, dass das Projekt seine wirtschaftliche und operative Grundlage verliert.
Hinzu kommt: Das Engagement privater Träger und Unterstützer ist ausserordentlich – aber naturgemäss nicht unbegrenzt. Langandauernde Unsicherheit wirkt sich unmittelbar auf die Bereitschaft aus, weiterhin Verantwortung zu übernehmen.
In der aktuellen Debatte wird die Frage des Finanzierungsmodells ins Zentrum gestellt. Zentraler erscheint mir die Beurteilung der Signalwirkung einer erneuten vollständigen Verzögerung: Die Sportbahnen sind nicht nur ein einzelnes Unternehmen, sondern Anker einer gesamten regionalen Wertschöpfungskette – Beherbergung, Gastronomie, Detailhandel, Skischulen, Handwerk, Zulieferer. Wenn der Winterbetrieb dauerhaft unsicher wird, ist das gesamte Tal betroffen.
Ich erlaube mir deshalb folgende Bitte:
- Sicherstellung eines raschen Baustarts ohne weitere zeitliche Verzögerung
- Klare und verlässliche Kommunikation, keine politischen Zusatzschlaufen. Aus unternehmerischer Sicht ist weiteres Zuwarten kein neutraler Zustand mehr, sondern ein aktives Risiko für die gesamte Region.
Ich danke Ihnen für die sorgfältige Abwägung dieser Perspektive.
Alain Hüppi
Unternehmer




