An der Landsgemeinde 2002, als es um den Beitritt zum Interkantonalen Linth-Konkordat ging, hat der Glarner Regierungsrat im Memorial versprochen, dass das Linthbauwerk als Gesamtwerk erhalten bleibe. Als anschliessend das Vorprojekt zur Sanierung des Bauwerks (Projekt Linth2000) aufgelegt wurde, formierte sich grosser Widerstand (z.B. an einer a.o. Gemeindeversammlung von Mollis). Der damalige Baudirektor versprach an einer Landratssitzung im Jahre 2004: «Es wird keine Lösung am Volk vorbei erzwängt».
Nachdem im Rahmen des Projektes «Linth2000» nach diversen Einsprachen schliesslich auf eine zweite Ausweitung im Kundertriet verzichtet wurde und man dafür andernorts Ausgleichsmassnahmen traf, will die Linthkommission als oberstes Organ des Linthkonkordates bestehend aus den Kantonen Zürich, Schwyz, St. Gallen und Glarus nun wieder ein Projekt zur Ausweitung «Kundertriets» auflegen. Wann, sagt sie nicht, diverse Daten wurden zwar schon vor Jahren kommuniziert und verstrichen allesamt. Nun will man wohl bis nach den Wahlen warten.
An der gutbesuchten Gemeindeversammlung von Glarus Nord vom 6. Juni 2023 wurde mit einer Mehrheit von über 75% ein Reglement verabschiedet, welches dies verhindern will und vom Gemeinderat Glarus Nord verlangt, dass er sich mit allen Mitteln gegen eine weitere Ausweitung usw. wehrt. Nachdem gewisse Kreise zuerst behaupteten, dass ein solcher Beschluss rechtlich nicht zulässig sei, hat der Regierungsrat auf eine Beschwerde hin klar festgehalten, dass der Antrag i.O. ist. Der Gemeinderat von Glarus Nord ist dann auch gewillt, diesem Beschluss nachzuleben und die Ausweitung mit allen rechtlichen Mitteln zu bekämpfen.
Die «LINTH-ESCHER-STIFTUNG» lanciert nun eine Petition zum Erhalt des heutigen Linth-Escherkanals, welcher die Wassermassen der Linth und dessen Geschiebe von Mollis bis zum Walensee (fast) zuverlässig abführt. Gestört wird der ungehinderte Abfluss bzw. der Weitertransport des umfangreichen Geschiebes heute durch die vor einigen Jahren erstellte Ausweitung im «Chli-Gäsitschachen». Nun soll eine weitere Ausweitung im Kundertriet die bestehende Problematik noch verschärfen. Dagegen wehrt sich die Stiftung entschieden.
Das Ziel der Petition (siehe: https://www.linth-escher.ch/de/default.htm ) ist es, dass die Linthkommission als Bauherrin ihr Projekt nun endlich stoppt und nicht weitere Steuergelder verschwendet. Es sind jetzt schon mehrere Hunderttausendfranken in die Planung verpulvert worden!




