OSSV Meisterschaften bei Sturm und Schnee

Dass Langläufer keine Warmduscher sind, bewiesen die am Samstag ausgetragenen OSSV Meisterschaften definitiv. Bei äusserst widrigen Bedingungen starteten die Verbände ZSV, LSV, SSW und OSSV ihre Meisterschaften, die traditionellerweise am ersten Januarwochenende stattfinden



Lukas Schiesser
Lukas Schiesser

Nur dank dem Entgegenkommen des Loipenverantwortlichen vom Urnerboden entstand im letzten Moment eine klassische Spur, organisiert wurde der Anlass vom SC Riedern unter der Leitung von Alex Weder. Der Sturmwind, Neuschnee und eine weiche Spur verlangte den Wettkämpfer alles ab, wenigstens war beim Wachsen nicht was, sondern wieviel und dazu die richtige Skiwahl entscheidend.

Fünf Medaillen bleiben im Glarnerland

Da die U 14 Mädchen und Knaben auch OSSV – Meister in der U 16 Kategorie werden können, absolvierten sie die gleiche Strecke, die diesmal für alle über 5 km und mit den langen Aufstiegen meisterschaftswürdig angelegt war. Da Fabienne Keller, SC Appenzell, als einzige medaillenberechtigte Teilnehmerin in der U16 an den Start ging, kamen die Sportschülerin Anja Marti, Silbermedaillengewinnerin vor Lydia Hiernickel, Bronze- zu Meisterschaftsehren. Der OSSV Trainer Fridli Luchsinger war sehr überrascht, dass Anja in so kurzer Zeit ein so hohes Niveau mithalten kann. Sie lief ein konzentriertes Rennen, arbeitete im weichen, technisch schwierigen Schnee über die ganze Distanz und erreichte im Gesamtklassement der U 14 Mädchen den dritten Podestplatz, 2. 24 Minuten hinter der Siegerin Tanja Gerber, die 1. 22 Minuten schneller war als die zweite Chiara Maria Hasler, LSV . Lydia Hiernickel war fast eine halbe Minute länger als Anja Marti unterwegs und erreichte den vierten Rang. Sandra Ott kam mit den schwierigen Verhältnissen nicht sehr gut zurecht und klassierte sich auf dem 8. Rang.

Bei den U16 Knaben gewann Reto Sutter, SC Appenzell Gold vor Marcel Ott, Silber und Lukas Schiesser, Bronze, beide SC Riedern. Sie waren dank der Meisterschaft auf einer kürzeren Strecke unterwegs, kämpften sehr stark und waren auch im Gesamtklassement, das von Johannes Frommelt, LSV gewonnen wurde mit den Plätzen vier und fünf gut klassiert. Auch sie machen mit ihren technischen Fortschritten grosse Freude, wenn es dann noch für Edelmetall reicht , umso besser.

Der einzige Titelgewinn holt Ludwig Hiernickel bei den Junioren

Ludwig Hiernickel war der einzige OSSV Wettkämpfer, der in der Juniorenkategorie an den Start ging. So gewann er Gold, lief aber im Vergleich mit den anderen Verbandskollegen ebenfalls ein sehr starkes Rennen und klassierte sich im fünften Rang mit zweieinhalb Minuten Rückstand über 10 km auf den Sieger Fabian Schaad, Drusberg.

In den Männerkategorien hatten die Teilnehmer Rolf Laager, Thomas Vögeli und Fridli Luchsinger keine Ambitionen auf einen Meistertitel. Tagessieger wurde Christoph Eigenmann, wohnhaft in Wattwil, als Grenzwächter aber nicht OSSV medaillenberechtigt, musste er den Titelgewinn dem 48jährigen Reto Hänni, SC Speer Ebnat – Kappel überlassen. Diese Meisterschaft geht als Altherrenmeisterschaft in die Geschichte ein, startet doch Reto Hänni in der 40 plus Kategorie. Er verwies den acht Jahr jüngeren Daniel Räss, SC Appenzell auf den Silberplatz mit einem knappen Vorsprung von 10 Sekunden. Die Bronzemedaille holte sich Thomas Rusch, ebenfalls SC Appenzell, er mit Jahrganz 1982 wenigstens einer der jüngeren Generation. Aus Glarner Sicht war Fridli Luchsinger fast zwei Minuten schneller als Rolf Laager, der sich mit knapp einer Minute Vorsprung auf Thomas Vögeli auf dem 6. Rang klassierte.