Osteopathie

Erstaunliche Erfolge verschaffen der Osteopathie grossen Zulauf. Das Ziel dieser Lehre ist, die Beweglichkeit wiederherzustellen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Bindegewebe, das sich wie ein Spinnennetz durch den Körper zieht. Osteopathie ist für alle Menschen.



Die engagierte Zuhörerschaft während des Vortrags (Bild: zvg)
Die engagierte Zuhörerschaft während des Vortrags (Bild: zvg)

Ein voller Pfarreisaal in Netstal zeugte von grossem Interessen an der ganzheitlichen Therapieform der Osteopathie. Die kompetente Referentin Sandra Bartu, D.O., vermochte auf der Ebene der Laien, packend zu informieren.

Osteopathie bringt die „lebendige Materie und die Gefühle“ wieder ins Gleichgewicht. «Leben ist Bewegung», lautet die wichtigste Grundlage der Osteopathie, die zum Ende des

19. Jahrhunderts von dem USAmerikaner Andrew Taylor Still begründet wurde. Körper und Gefühle gehören zusammen und werden ganzheitlich therapiert.

Wird die Beweglichkeit einer Körperstruktur eingeschränkt, z.B. durch einen Sturz, so arbeitet dieses Gebiet nicht mehr optimal. Andere Körperstrukturen übernehmen jetzt einen Teil der Arbeit. Dieser Vorgang wiederholt sich immer wieder, bis es zu Schmerzen Verspannungen und Fehlhaltung kommt, meist in den Körperstrukturen, die zusätzliche Arbeit übernehmen mussten.

Die Osteopathin sucht mit ihren Händen die Lösung des Problems meist nicht dort, wo es jetzt schmerzt, sondern dort, wo es angefangen hat. Sie ertastet die Bewegungseinschränkungen und löst sie sanft mit den Händen. Palpation ist das Schlüsselwort, das den Fluss der Nerven und Körperflüssigkeiten wieder aktiviert.

Frühgeburt, Kleinkind und Betagte

Der Geburtsweg prägt das Kind. War dieser eng oder dauerte es lange, kann es gut sein, dass Nerven zusammen gedrückt wurden und dies zu bekannten Störungen führen kann: Koliken, Erbrechen, Schlafstörungen. Ebenso kann eine Osteopathiebehandlung die motorische Entwicklung -und die Koordination fördern. Die Durchblutung vom Gehirn und die Verbindung der linken und rechten Hirnhälfte können bis ins hohe Alter unterstützt werden.

Die Referentin ist überzeugt, dass Emotionen sich in den Organen und Extremitäten festsetzen. Psychosomatische Erkrankung sind reelle Schmerzen. In der Fragerunde bejahte die Referentin Therapieerfolge in verschiedenen Bereichen: Schleudertrauma, Prüfungsangst, Artrose, Knie- oder Rückenprobleme.