Oswald Bürgi siegt am Glarner Schachtag

Mit einem hauchdünnen Vorsprung in der Feinwertung holt Oswald Bürgi am 5. Glarner Schachtag zum zweiten Mal den Titel des Glarner Schnellschachmeisters.



Darf sich zum zweiten Mal Glarner Schnellschachmeister nennen: Oswald Bürgi
Darf sich zum zweiten Mal Glarner Schnellschachmeister nennen: Oswald Bürgi

Die Geschichte des 5. Glarner Schachtags ist einfach zu erzählen. Der Turniersieger Oswald Bürgi setzte sich von Beginn an die Spitze und ging bereits mit drei Punkten aus drei Runden und einem halben Punkt Vorsprung als Leader in die Mittagspause. Auf seinen Fersen waren Peter Gurtner, der letztjährige Turniersieger Martin Dürst, Co-Favorit Claudio Gloor aus Winterthur sowie Hans Joller.

Der härteste Verfolger bis zur vierten Runde war Peter Gurtner, die zweite Turnierhälfte gelang Gurtner aber weniger gut, und der Stadtglarner fiel ins Mittelfeld zurück, genauso wie Hans Joller. Claudio Gloor blieb bis zum Schluss Bürgis gefährlichster Rivale. Weil Bürgi nach der Mittagspause zweimal remisierte, gelang es Gloor, zum Leader aufzuschliessen, doch zum Schluss setzte sich Oswald Bürgi dank der besseren Feinwertung knapp vor dem Winterthurer durch. Martin Dürst gelang der Sprung auf den dritten Platz, knapp vor Reto Lusti und Rolf Danz.

Mit olympischem Geist bei der Sache

Bereits zum 5. Mal organisierte der Schachklub Glarus den Glarner Schachtag. Das Tagesturnier ist mittlerweile zu einer festen Grösse in der ostschweizerischen Schachszene geworden. Gewohnt effizient managte der Turnierleiter Thomas Kraus die sieben Runden, die ohne Zwischenfälle und in gelöster Stimmung vonstatten gingen. Wahrhaft olympischen Geist bewies einer der Teilnehmer, der seinen Gegner auf einen Fehler hinwies und vorschlug, einen anderen Zug zu machenArtikel. Dies durchaus zum eigenen Nachteil, denn die Partie ging schliesslich verloren. Mit 22 Spielern bewegte sich die Teilnehmerzahl im üblichen Bereich.