Papst holt Anrig nach Rom

Daniel Anrig ist der neue Kommandant der Schweizergarde in Rom. Papst Benedikt XVI. hat den Kommandanten der Glarner Kantonspolizei zum Nachfolger von Elmar Mäder erkoren. Am 1. Dezember wird Anrig seinen neuen Posten antreten.



Im Interesse der Medien: Der neue Kommandant der Schweizergarde Daniel Anrig beantwortet die Fragen der Presse (Bild: jhuber)
Im Interesse der Medien: Der neue Kommandant der Schweizergarde Daniel Anrig beantwortet die Fragen der Presse (Bild: jhuber)

Vom ländlichen Städtchen in eine pulsierende Weltmetropole. Von der kleinsten Hauptstadt ins „caput mundi“ der katholischen Kirche. Von Glarus nach Rom. Der Kommandant der Glarner Kantonspolizei, Daniel Anrig übernimmt auf 1. Dezember die Führung der Schweizergarde in Rom. „ Ich bin sehr stolz in dieser Visitenkarte der Schweiz, in dieser 500jährigen Institution zu arbeiten“, kommentiert der 36jährige seine Ernennung durch den Papst. Auch die Möglichkeiten mit jungen Schweizern für die Sicherheit des heiligen Vaters zu sorgen motiviert ihn.


Zurück an alte Wirkungsstätte


Dabei kennt er die Schweizergarde bereits seit früher. Zwischen 1992 und 1994 war er selber Gardist. Diese Zeit bedeutet ihm sehr viel. „ Die Schweizergarde war meine Lebensschule.“ Ausserdem lernte er in Rom auch seine Frau kennen, was den Umzug für die Familie erleichtert. „ Für meine Kinder ist der Wechsel natürlich viel extremer. Da ist es gut, dass meine Frau Rom auch schon kennt.“


An seinem neuen Posten reizt ihm vor allem die Komplexität. Die Schweizergarde übernimmt im Vatikan viele repräsentative Aufgaben, doch sind sie nach wie vor für die Sicherheit zuständig, neben einigen anderen Organisationen. „Auch diese Zusammenarbeit ist sehr spannend, den Sicherheitsarbeit geht nur im Verbund.“


„Glarus im Herzen“


Wegen der neuen Aufgabe wird Anrig das Kommando der Kantonspolizei abgeben. Während seiner dreijährigen Tätigkeit als Kommandant wurde das Korps reorganisiert. „Dieser Prozess ist abgeschlossen und ich kann meinem Nachfolger ein perfekt eingespieltes Team übergeben.“ Seine Jahre im Glarnerland gaben ihm nicht nur das Rüstzeug für die grosse Herausforderung in Rom, er wird es auch sehr positiv im Herzen tragen, an seiner neuen Wirkstätte, dem Vatikan in Rom.